Royal gegen Wilderei!

Foto: Wikimedia commons/Pat Pilon

Königlicher Einsatz gegen Wilderei: Prinz Charles und sein Sohn William haben sich gestern auf der End Wildlife Crime Conference in London gegen den illegalen Handel mit bedrohten Tierarten stark gemacht.

„Ich bin kein Experte in Sachen Wilderei- aber ich spreche heute zu Ihnen durch meinen tiefen Respekt der Welt gegenüber, die wir geerbt haben. Ich hoffe von ganzem Herzen dass meine Generation nicht die erste sein wird, die Elefanten, Tiger und Nashörner im Geschichtsbuch nachschlagen muss“, appellierte Prinz William in seiner Rede an anwesende Tierschutzorganisationen und Regierungsvertreter.

Die Konferenz diente als Vorbereitungstreffen für ein weiteres Stelldichein mit 26 Staats-und Regierungschefs der am stärksten betroffenen Länder im Herbst 2013. Das Ziel: Die Umsetzung verbindlicher Maßnahmen, um die weltweite Nachfrage nach Wildtierprodukten einzudämmen sowie die Verschärfung der Strafverfolgung und –durchsetzung. Prinz William brachte die dramatische Lage kurz und knapp auf den Punkt: „Ich kann mir nur zwei Szenarien vorstellen, wie der illegale Handel aufhören kann: Entweder wir tun etwas dagegen oder die Tiere sterben aus.“

 

Längst kein reines Naturschutzproblem mehr

 

Das Thema ist seit dem letzten Jahr dank tragischen Rekordniveaus zu neuer Brisanz gelangt: Alleine in Südafrika fielen 2012 668 Nashörner der Wilderei zum Opfer; 2013 sind es bereits über 300. In der Zentralafrikanischen Republik schlachteten Elfenbeinjäger im UNESCO-Welterbe Dzanga-Sangha Anfang Mai mindestens 26 Elefanten ab.

Der WWF begrüßte den Einsatz des Könighauses, der dabei helfe, das Thema dauerhaft auf der politischen Agenda zu etablieren. Dies sei umso wichtiger, da es bei der Wilderei längst nicht mehr nur um ein Naturschutzproblem ginge. „Der illegale Handel mit Wildtierprodukten stellt Erfolge jahrzehntelanger Artenschutzarbeit in Frage. Dazu ist dieses milliardenschwere Geschäft oft ein Brandbeschleuniger für andere Arten von Verbrechen und hat verheerende Auswirkungen für Mensch und Tier – die oft in den ökonomisch ärmsten Regionen der Welt leben“, erläuterte Volker Homes, Referatsleiter Artenschutz beim WWF. Armutsvermeidung, mehr Sicherheit und Schutz vor dem organisierten Verbrechen- all dies geht mit dem Kampf gegen die Wilderei einher.

Prinz William will mehr als große Reden schwingen- mit seiner Stiftung Tusk Trust will er sich für die Bewusstseins- und Meinungsbildung gerade junger Menschen zu dem Thema stark machen. global° sagt „Bravo!“ und wünscht viel Erfolg! NISO

 

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