Schon wieder: Umweltsünden für Olympia

Foto: wikimedia CC 3.0/ATR1992

Olympia und die Umweltzerstörung: Die Reihe der Verstöße gegen die Nachhaltigkeits-Prinzipien des Sportevents wird erneut länger. Nicht nur in Sotschi (Russland) brach die olympische Sport-Community ihre eigenen Grundsätze, als für die Putins Spiele Naturschutzgebiete missbraucht wurden. Jetzt rodet Südkorea den weltweit größten Bestand an Wangsasre-Bäumen für die Pisten der Winterspiele 2018.

Der Aufschrei kommt spät – aber hoffentlich nicht zu spät, um den bereits gestarteten Kahlschlag am Mount Gariwang doch noch zu stoppen. Dort bauen Arbeiter schon an den Ski-Pisten für die Spiele im Winter 2018 in der Stadt Pyeongchang. Dafür fallen in einem über 500 Jahre alter Wald die Bäume. Das zerstört zugleich den Rückzugsort für solch seltene und geschützte Tierarten wie den Eurasischen Fischotter, der Bengalkatze, den echten Marder und das Gleithörnchen.

 

Baum-Rodungen für Olympia ohne Not vernichtet 500-jährigen Wald

 

„Dabei besteht dazu kein Grund“, sagen die Aktivisten des Portals Avaaz: „Die Spiele könnten in einer anderen Stadt, wie Muju, ausgetragen werden.“ Das würde laut Avaaz zudem 138 Millionen Dollar einsparen.

Auch im russischen Sotschi protestierten Umweltschützer gegen das frevelhafte Vorgehen der Behörden. Dort wanderten Kritiker kurzerhand ins Gefängnis, nachdem sie auf die Zerstörungen rund um die Spiele-Stadt Sotschi in Südrussland hinweisen wollten.

„Die Umweltstandards des Internationalen Olympischen Komitees schreiben nachhaltige Vorgehensweisen bei den Spielen vor“, betonen die aktivisten. Mt einer Online-Petition versuchen sie, die Sportfunktionäre zum Umdenken und Einlenken zu bewegen. Immerhin habe schließlich das Internationale Olympische Komitee „die Spiele in Südkorea zu Green Olympics erklärt“.

„Wenn jedes Land, das an den olympischen Winterspielen teilnimmt, sich unserem riesigen, weltweiten Aufschrei anschließt, können wir das IOK zur Einhaltung seiner Prinzipien bringen“, hoffen die Unterzeichner der Online-Kampagne. Denn, das Vorgehen der koreanischen Olympia-Verantwortlichen sei „kurzsichtig, unlogisch und vor Allem nicht rückgängig zu machen“.


pit

 

 

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