Staubsauger fürs Meer sammelt Plastik und Schutz

Screenshot: Ocean Cleaner

Genial einfach – super gut:In den Social Media-Kanälen ist der „Ocean-Cleaner“ mit dem Namen Seabin bereits der Publikumsmagnet. Über 120 Millionen Viewer besuchten die Seite der australischen Erfinder Andrew Turton und Pete Ceglinski und informierten sich über deren Meeres-Staubsauger oder investierten mit: Turton und Ceglinski sammeln in zwei Monaten 50.000 Dollar Startkapital, um die Edelstahlbüchse in Serie produzieren zu können.

Pete und Andrew sehen aus wie zwei Surfer-Buddys aus Down Under: braungebrannt, lange Locken und sportlich. „In unserem früheren Leben waren wir Produktdesigner und unser Job war es, Plastik-Dinge herzustellen“, sagt Pete. Die beiden sind seit früher Jugend befreundet – und oft am Stand. Beim Schwimmen, auf dem Surfbrett oder beim Segeln vor der Küste Australiens jedoch sahen die beiden die Kehrseite ihres Tuns im Beruf. Dort paddelten sie immer häufiger durch Wellen, auf denen Tüten trieben. „Das Plastik liegt überall im Ozean“, sagt Pete heute: „Einfach schrecklich.“

 

Staubsauger holt Plastik oder Öl aus dem Ozean

 

Deshalb kündigten Andrew und Pete ihre Arbeit, sammelten all ihr Geld und überlegten, was zu tun sei. Mit Hilfe eines Investors entwickelten sie ihren „Ocean-Cleaner“. Den Staubsauger hängen sie nun ins Meerwasser. Er saugt alles an, was im Wasser schwimmt und filtert aus, was dort nicht hineingehört: Plastik, Müll, Öl...

Auf Mallorca in Europas Segelparadies im Mittelmeer präsentierten sie jetzt das Ergebnis ihrer Tüftelei. Und das Publikum ist begeistert: „Die ersten 34.000 Dollar waren nach drei Tagen in der Kasse“,, freut sich Pete Ceglinski.

 

Ab Ende 2016 wollen die Tüftler den Ocean-Cleaner in Serie bauen

 

Das Prinzip des Bin ist einfach: Die Pumpe erzeugt einen Sog, der was Wasser in die Büchse zieht, in der aller Schmutz in einem Netz aus Naturfasern hängen bleibt. Das Netz kann ein Betreiber des Staubsaugers problemlos entnehmen und den Inhalt ordnungsgemäß im Abfall entsorgen.

Läuft die Crowdfunding-Aktion weiter wie bisher, könnte der Traum der beiden Sunnyboys aufgehen. Dann wollen sie ihren Schmutzfänger ab Ende 2016 in Serie produzieren und an Bootsbesitzer oder Hafenbetreiber liefern.


pit

 

 

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