UBA für bessere Infrastruktur für Elektro-Fahrräder

Pedelec spart Kraft und CO2 Foto: UBA/Fotolia

Gute Noten für E-Bikes vergeben die Wissenschaftler im Umweltbundesamt (UBA) an Fahrrädern mit Elektroantrieb. „Sie sind ein wichtiger Baustein für die nachhaltige Mobilität von heute“, betont UBA-Präsidentin Maria Krautzberger. Sie mahnt aber an, viele Kommunen müssten sich aber noch besser auf den neuen Trend zum Zweirad einstellen.

Die Experten im Bundesamt listen die vielen Vorteile des neuen Zweirad-Verkehrs auf: „E-Räder sind leise und verursachen deutlich weniger Kohlendioxid-Emissionen, Feinstaub und Stickstoffoxide als Pkw.“ Mehr noch: Mit einem zunehmenden Anteil von erneuerbarer Energie im deutschen Stromnetz werden selbst diese niedrigen Emissionen weiter sinken.

 

Alternative zum Auto hält die Luft sauberer

 

Elektroräder fördern nicht nur die Gesundheit der Pedal-Treter. Sie „bereichern auch die Alltags- und Freizeitmobilität“, so das UBA. Denn die E-Fahrräder erweitern die Reichweite des Drahtesels von durchschnittlich fünf auf zehn Kilometer. Damit taugen sie für drei Viertel aller im Durchschnitt zurückgelegten Wege – und sind somit eine echte Alternative zum Auto. Die Wissenschaftler rechnen vor: „Für eine Strecke von 10 km benötigt ein E-Rad nur etwa so viel Energie, wie man verbrauchen würde, um 0,7 Liter Wasser bei Raumtemperatur zum Kochen zu bringen.“

Selbst die Herstellung sowie die Entsorgung der Akkus kann diese positive Bilanz der Elektro-FAhrräder gegenüber anderen Verkehrsarten nicht trüben. Zwar fallen dabei auch Treibhausgas an - „vergleicht man diese jedoch mit eingesparten Pkw-Kilometern, sind bereits nach 100 E-Rad-Kilometern die CO2-Emissionen des Akkus ausgeglichen“, so die UBA-Experten.

 

Radwege ausbauen und so die Nutzung der E-Bikes erleichtern

 

Daher rät das Bundesamt den Kommunen, ihre Radwege für den schnellen Personentransport auf zwei Rädern auszubauen: „Länder und Kommunen sollten ihre Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur zudem so geschickt planen, verbessern und erweitern, damit sich die Sicherheit für den momentan oft noch parallel geführten Rad- und Fußverkehr erhöht.“ Auch Wohnungsvermieter, Ladenbetreiber und Arbeitgeber könnten durch ebenerdige und gut gesicherte Abstellanlagen einen Beitrag dazu leisten, dass mehr Bürgerinnen und Bürger sich häufiger in den E-Rad-Sattel schwingen, als ins Auto zu steigen.


pit

 

 

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