UBA macht sich für Fußgänger stark

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Emissionsfrei, leise und platzsparend - das Umweltbundesamt (UBA) will den Fußverkehr stärken und legt Grundzüge für eine bundesweite Fußverkehrsstrategie vor.

"Mehr Menschen legen mehr Wege zu Fuß zurück, der Fußverkehr wird sicherer und barrierefrei": So lauten die Ziele des Umweltamts für den Verkehr der Zukunft. Chefin Maria Krautzberger: „Fußgängerinnen und Fußgänger sind die blinden Flecken der Verkehrspolitik. Dabei ist Gehen die natürlichste und grundlegendste Form der Mobilität. Unser Konzept zeigt, wie wir den Fußverkehr stärken können - für mehr Umweltschutz und lebenswertere Städte. Wir brauchen eine bundesweite Strategie zum Fußverkehr, wie es sie bereits in mehreren europäischen Lände rn gibt.“

 

Maßnahmenbündel soll Verkehr für Fußgänger attracktiver machen

 

Wer läuft, betonen die Wissenschftler des UBA, habe in Deutschland oft unter Abgasen, Lärm und Enge zu leiden und sei stark unfallgefährdet: Mehr als ein Drittel (36 Prozent) der Verkehrstoten innerorts waren demnach zu Fuß unterwegs.

Zudem sei das Potenzial des Fußverkehrs längst noch nicht ausgeschöpft, betont das UBA jetzt in einer Pressemeldung. "Ein Fünftel aller Wege, die mit dem Auto zurückgelegt werden, ist kürzer als zwei Kilometer. Die meisten dieser Wege könnten problemlos zu Fuß zurückgelegt werden."

 

 

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Ziel des UBA ist es, bis 2030 im ganzen Land die Steigerung des Fußverkehrsanteils an den Wegen der Deutschen um die Hälfte zu erhöhen - von derzeit durchschnittlich 27 Prozent in Kernstädten auf 41 Prozent und von durchschnittlich 23 Prozent in ländlichen Kreisen auf 35 Prozent.

Dafür macht das Umweltbundesamt nun Vorschläge, wie der Walk per pedes attracktiver werden könne: beispielsweise die Verankerung der fußläufigen Erreichbarkeit im Planungsrecht, die Einführung der Regelgeschwindigkeit Tempo 30 innerorts, Erhöhung der Bußgelder für fußgängerfeindliches Verhalten oder die Festlegung baulicher Mindeststandards für Fußwege oder Ampelschaltungsphasen, bei denen die Zu-Fuß-Gehenden nicht das Nachsehen haben.

Unsere Nachbarn, schreibt das Amt, hätten den Wert der Fußgänger längst erkannt. "Länder wie Österreich, Schottland und Wales sowie Finnland und Norwegen fördern den Fußverkehr durch nationale Fußverkehrsstrategien."


pit

 

 

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