Wir sind dran - auf geht's!

Foto: Pixabay CC/PublicDomain/geralt

Mit ihrem ersten Satz, weisen die Autoren des neuen Berichts an den Club of Rome die Richtung: "Die vom Menschen beherrschte Welt", schreiben Ernst Ulrich von Weizsäcker sowie Anders Wijkman, "bietet immer noch die Chance einer prosperierenden Zukunft für alle."

Das ist - mehr als 45 Jahre nach dem ersten Wachrüttler ("Grenzen des Wachstums") von 1972, ein durchaus versöhnlicher Tenor. Weizsäcker begründet: "Wir verfügen über genügend Wissen, die erforderlichen Veränderungen für den Erhalt der Welt zu schaffen." Statt Apokalypse stzen die Autoren diesmal auf Hoffnung - und auf die zahlreichen mutmachenden Ansätze von denen sie in ihrem Werk berichten. Statt den Kollaps als Menetekel an die Wand zu malen, zeigen sie uns die Chancen, die unser Überleben auf dem Planeten garantieren: wenn wir sie nutzen und wenn wir die Dinge, die schief laufen korrigieren.

 

Wir sind dran: Jeder muss mithelfen die Erde zu retten

 

Dabei wird eines überdeutlich: Zum Umsteuern bleibt den Menschen angesichts der im Buch vielfältig und detailreich skizzierten Fehlentwicklungen nicht mehr viel Zeit. Weizsäcker und Wijkman, beide renomierte Wissenschaftler, machen uns klar: "Wir sind dran" - den doppeldeutigen Titel ihres Buchs haben sie mit Bedacht gewählt. Wenn wir unser Leben und Arbeiten nicht deutlich ändern, verspielen wir diese (letzte?) Chance. Dann sind wir dran mit dem Überlebenskampf auf der Erde, die wir zugrunde richten.

So weit darf es nicht kommen. So weit muss es nicht kommen. Ernst Ulrich von Weizsäcker und Anders Wijkman mahnen uns nicht nur, sie zeigen uns auch die Alternativen. Wir müssen sie nur ergreifen.

 

Gerd Pfitzenmaier

Cover: Gütersloher Verlagshaus

Ernst Ulrich von Weizsäcker, Anders Wijkman

Wir sind dran

Was wir ändern müssen,

wenn wir bleiben wollen

Eine neue Aufklärung für die volle Welt

Gütersloher Verlagshaus

400 Seiten

24,99 €

 

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