15.11.2018

Wo Blumen blühen, wächst mehr Obst

Foto: Pixabay CC/PublicDOmain

Schön und nützlich: Blumen steigern Obsternten. Apfelbauern sollten für mehr Blumen im Umfeld ihrer Obstgärten sorgen, denn das kann den Ertrag steigern. Das ergab jetzt eine Untersuchung von Obstgärten in Deutschland, Schweden und Spanien.

Die Agentur Pressertext berichtet über deren Ergebnis: Demnach locken die Blumen mehr Bestäuber an.

Eine weitere Erkenntnis der Studie ist, dass chemische Pestizide zwar im Mittel den Ertrag steigern - es aber offensichtlich möglich ist, auch mit Bioanbau herausragende Ergebnisse zu erzielen.

 

Studie belegt: Blumen helfen Bäumen

 

"Viele Obstgärten haben nicht viele blühende Pflanzen. Bauern könnten davon profitieren, das zu ändern", sagt Peter Hamböck, Professor am Institut für Ökologie, Umwelt und Botanik der Universität Stockholm. Seine Studie habe, so schreibt Pressetext, ergeben, dass Blumen wilde Bestäuber wie Bienen und Schwebfliegen anlocken. Dadurch steige auch die Chance einer Bestäubung bei den Obstbäumen und somit der mögliche Ertrag.

Zudem könne es den Forschern zufolge sein, dass durch bessere Bestäubung die Zahl der Kerne in einem Apfel steige, was womöglich die Lagerfähigkeit verbessert. Das sei allerdings noch genauer zu erforschen.

 

 

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Die Untersuchung ertgab laut der Meldung auch, dass die Produktion in Obstgärten, die auf chemische Pestizide setzen, im Schnitt tatsächlich größer sei als bei Bioanbau. "Ein überraschendes Ergebnis der Studie war allerdings, dass der Ertrag im Bio-Obstgarten mit der höchsten Produktion signifikant über dem Durchschnitt der Obstgärten lag, die chemische Pestizide nutzen", betont Hamböck. Das zeige, dass es durchaus Potenzial für umweltfreundliche Anbaumethoden gibt, die gleichzeitig zu einem höheren Ertrag führen.

Bei vielen Nutzpflanzen, wie beispielsweise Getreide, bestehe das Problem, dass mit höheren Erträgen eine Verringerung der Biodiversität einhergehe. Das könne mit dem Einsatz chemischer Pestizide zusammenhängen, aber auch damit, wie größere Flächen sehr dicht bewirtschaftet werden. "Zwar ist auch bei Äpfeln Bioanbau besser für die Biodiversität, es gibt also mehr wilde Bestäuber und auch räuberische Insekten. "Ein größerer Apfelertrag behindert die Biodiversität jedoch nicht", zitiert die Presseagentur Hamböck.


red

 

 

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