16.06.2019

Zwei Stunden pro Woche: Ab ins Grüne

Foto: Pixabay CC/PublicDomain/pixel2013

Plädoyer für den Sonntagsspaziergang: Wer sich wenigstens zwei Stunden pro Woche durch die Natur bewegt, lebt deutllich gesünder. Das belegen jetzt Wissenschaftler der britischen University of Exeter mit Fakten. Sie werteten dafür Daten von über 20.000 Personen aus.

Den gesundheitsförderlichen Einfluss natürlicher Umgebungen vermuten Mediziner schon lange. In Japan gar gilt „Waldbaden“ ( shinrin-yoku) als anerkannte Therapie. Dort gibt es eigens dafür angelegte Pfade in vielen Wäldern.

 

 

 

Spaziergang im Park beruhigt Gehirn

Wir haben’s geahnt: Ein Spaziergang im Park ist das beste Anti-Stress-Programm. Wissenschaftler der Heriot-Watt University im schottischen Edinburgh belegen jetzt mit mobilen Hirnstrom-Messungen den erholenden Effekt eines Spaziergangs im Grünen.

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Was Ärzte auch in westlichen Industrieländern bislang aber immer nur vermutet hatten, können die britischen Wissenschaftler aus Exeter nun endlich nachweisen. Sie analysierten für ihre Studie die Aussagen und Befunde Zehntausender Patienten aus Großbritanmnien. Erstmals sogar gelang es ihnen exakt zu quantifizieren, wie lange wir uns am besten pro Woche in die Naturbegeben müssen, damit die Gesundheitseffekte sich einstellen: 2 Stunden – egal, ob am Stück oder in kleineren Dosierungen – bewirken, dass wir weniger häufig an Diabetes II erkranlen, dass unser Herzkreislaufsystem solider läuft, Stress sich mindert oder Bluthochdruck uns weniger häufig belastet.

 

Auch kurze Spaziergänge können Gesundheit verbessern

 

Die heilsamen Effekte stellten sich bei jenen Probanden nie ein, die weniger als 120 Minuten pro Woche zwischen Bäumen oder durch Wiesen und an Bächen unterwegs waren. Die Mediziner jedoch konnten die Effekte unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft und sogar ökonomischem Hintergrund der Befragten belegen!

Selbst bei Menschen, die sich lange Zeit mit Krankheiten herumgeschlagen hatten, verspürten die heilsamen Wirkungen dieser Natur-Therapie. Das berichtet, Forscher Matthew White von der Exeter Medical School im Interview (siehe unten).

White glaubt, dass zwei Stunden pro Woche für die meisten Menschen leistbar sein müssten – auch wenn die meisten Fußwege sie kaum weiter als zwei Kilometer weg von ihrer Haustür führen. Es gäbe aber doch genug Möglichkeiten auch in Städten, sich in Parks oder entlang von Bächen zu bewegen. Und da die zwei Stunden auch als aufsummierte Gesamtzeit aller kurzen Spaziergänge funktionierten, rät er allen, die Regel zu beherzigen.


jsu

 

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