Afrika: Bäume auf Feldern steigern Ernteertrag

Foto: Wikipedia

Mischkulturen steigern Ernten afrikanischer Bauern: Nach einer im Fachblatt Nature veröffentlichten Studie verdoppeln immergrüne Bäume auf Mais- oder Hirse-Äckern den Ertrag der Felder. Im Gegenzug verringern sie den Einsatz synthetischer Dünger – da sie die Böden mit Stickstoff und Kalium anreichern.

In der Studie belegt der Bodenexperte John Reganold von der Washington State University>/I>, wie vereinzelt stehende Bäume mit tiefen Wurzeln auf den Feldern die Grundlage schaffen, dass auf den Äckern mehr Früchte gedeihen. Reganold: „Die Methoden nutzen bereits etwa 8.000 afrikanische Bauern. Sie bestellen gut fünf Millionen Hektar südlich der Sahara.“

Der Clou: Diese Form des „Feld-Waldbaus“ nutzt die Bäume als Zwischenfrüchte. Stehen sie mehrere Jahre auf den Äckern, verbessern sie auf natürliche Weise die Qualität des Bodens.

 

Bessere Ernten überwiegen hohe Pflanzkosten

 

„Es wird zwar Millionen kosten“, sagt John Reganold, „um weite Teile Afrikas auf diese Art aufzuforsten.“ Seine Gegenrechnung jedoch überzeugt auch Kritiker: „Die besseren Ernten und die eingesparten Kunstdünger sind Milliarden Dollar wert.“ Ein Kalkül, das bereits nach wenigen Jahren aufgehe, sagt der US-Wissenschaftler.

Ganz zu schweigen vom zusätzlichen Nutzen, den „Agroforstery“ hat. Pflanzen wie etwa der Anabaum ( Acacia albida), die Taubenerbse ( Cajanus cajan) oder der Madre de Cacao ( Gliricidia sepium) sammeln nicht nur die für Pflanzen wichtigen Nährstoffe im Boden.

Die Bäume liefern den Bauern Futter für Ihre Tiere. Sie werfen zudem Feuerholz für ihre Hütten ab. Und sie bunkern über ihre tief in den Boden reichenden Wurzeln auch Kohlenstoff aus der Luft. Damit wirken sie dem Klimawandel entgegen.

Peter Kathuli vom Kenya Agriculture Research Institute ergänzt die Positivliste. „Diese Anbaumethode stoppt die massive Bodenerosion.“

 

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