ALDI klärt über Textil- und Schuhproduktion auf

Screenshot: ALDI TV-Spot

ALDI Nord und ALDI SÜD veröffentlichen einen Detox-Fortschrittsbericht. Die Discounter geben Einblicke in die Entwicklung hin zu einer verantwortungsbewussten und umweltverträglichen Textil- und Schuhproduktion.

Die Unternehmensgruppen unterstützen laut ihrer Pressemeldung seit 2015 die von Greenpeace ins Leben gerufene Detox-Kampagne. Ziel ist es, die Belastung von Mensch und Umwelt in den Produktionsländern durch chemieintensive Produktionsprozesse in der Textil- und Schuhindustrie zu reduzieren.

 

Mehr Transparenz in der Mode-Produktion

 

„Mit dem Detox-Fortschrittsbericht möchten wir interessierten Anspruchsgruppen offen und transparent darlegen, wie wir uns für eine nachhaltigere Textil- und Schuhproduktion einsetzen. Wir arbeiten gemeinsam mit unseren Geschäftspartnern, NGOs, Brancheninitiativen, der chemischen Industrie und der Wissenschaft mit Hochdruck daran, die Umwelt-Auswirkungen in der textilen Lieferkette, in dem für uns beeinflussbaren Bereich, zu minimieren. Dies hat nicht zuletzt der internationale ALDI Detox-Gipfel im November 2016 in Shanghai gezeigt, bei dem wir relevante Akteure zusammengebracht haben", sagt Rayk Mende, Geschäftsführer Corporate Responsibility bei ALDI Nord.

Sven van den Boomen, Geschäftsführer Corporate Responsibility International bei ALDI SÜD, ergänzt: „Unser langfristiges Ziel ist es, dass nachhaltigere Produktionsmethoden zur Selbstverständlichkeit werden. Wir arbeiten daher mit zahlreichen Lieferkettenakteuren intensiv daran, diesen Anspruch umzusetzen. Die ersten Ergebnisse unserer Arbeit haben wir nun in einem Detox-Fortschrittsbericht zusammengefasst. Für uns ist der Bericht ein weiterer erreichter Meilenstein, der zeigt, dass wir den Zielen unseres Commitments wieder ein Stück näher kommen.“

 

ALDI Detox-2020-Strategie umfasst sechs Handlungsfelder

 

Vom Chemikalien-, Supply-Chain- und Datenmanagement über Trainings- und Qualifizierungsmaßnahmen bis hin zu Stakeholder-Dialogen sowie Förderung des nachhaltigen Konsums gibt der ALDI Detox-Fortschrittsbericht nach Aussagen des Unternehmens einen umfassenden und detaillierten Überblick. Ein zentrales Ziel sei es, bis spätestens 2020 in der Textil- und Schuhproduktion den Einsatz von elf Substanzgruppen wie zum Beispiel Chlorbenzole auszuschließen. "2017 streben wir an", heißt es dsazu bei ALDI, "gänzlich auf den Einsatz von PFCs und APEOs zu verzichten."

ALDI sei dabei auf einem guten Weg: Im Jahr 2016 konnten zum Beispiel 78 Prozent der zur Herstellung von Produkten vorgesehenen Produktionsstätten nachweisen, dass keine PFCs im Abwasser oder Schlamm vorhanden waren.

 

ALDI tritt internationaler Handelsinitiative BEPI bei

 

Die Lieferkette nachhaltiger zu gestalten, ist ein erklärtes Ziel der Unternehmensgruppen. Beide Discounter sind daher der Business Environmental Performance Initiative (BEPI) beigetreten. Die BEPI ist eine Initiative der Foreign Trade Association (FTA), dem führenden Wirtschaftsverband des europäischen und internationalen Handels. Ziel der BEPI ist es, den Umweltschutz in Lieferketten, unter anderem bei chemieintensiven Produktionsprozessen in den Produktionsländern voranzutreiben.


red

 

 

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