Apple und Co gegen Recht auf Eigenreparatur

Foto: Pixabay CC/PublicDomain/Blickpixel

Reparieren ist der richtige Weg, Ressourcen zu schonen. Dennoch sind Technologie-Firmen in den USA gegen den neuen "Fair Repair Act". Er öffne, fürchten sie, Hackern Tür und Tor.

Technologieriesen wie Verizon, Toyota, Lexmark, Caterpillar, Medtronic und allen voran Apple wehren sich "mit Händen und Füßen" - wie die Agentur Pressetext schreibt - gegen die Einführung des Gesetzes, das mehr Nachhaltigkeit in der Branche und beim Konsum schaffen soll. Dazu sollen die Unternehmen dazu verpflichtet werden, Ersatzteile, Werkzeuge und Reparaturanleitungen für ihre Geräte an Interessierte zu liefern.

 

Lobbyisten bremsen NAchhaltigkeit aus

 

Vielen der Unternehmen sei, so schreibt Pressetext "vor allem die in dem Gesetz vorgesehene Pflicht, Ersatzteile und Reparaturanleitungen auch an nicht autorisierte Service-Firmen zu verkaufen, ein Dorn im Auge". Um auf die Politik entsprechend Einfluss zu nehmen, kämpften daher Lobbygruppen gegenwärtig an vorderster Front. Bekannt geworden ist das Engagement der Konzerne durch die New Yorker Gesetze zur Offenlegung von Lobbying.

iPhone-Hersteller Apple will das Gesetz laut der Meldung nicht kampflos hinnehmen. Das Unternehmen argumentiere: Durch ein entsprechende Gesetz würden Einfallstore für Hacker geöffnet.

Auch könnte es durch unsachgemäße Reparaturen zum Beispiel zu Akkubränden kommen. Außerdem würde ein beträchtliches Geschäftsfeld wegbrechen.

Müsse Hardware ausgetauscht werden, schreibt die Agentur, "verrechnet Apple zumeist teure Pauschalpreise. So kosteten Display-Reparaturen je nach Modell zwischen 160 und 180 Euro, wobei andere Schäden auch schnell auf über 400 Euro kommen.


red

 

 

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