25.04.2019

Bei Fassadenverkleidung auf Energieeffizienz achten

Foto: istock/justhavealook

Wer sich zum Bau eines Eigenheimes entschließt, muss enorm viele Entscheidungen treffen. Neben dem grundsätzlichen Typ des Hauses geht es um die Anzahl und Art der Fenster und Türen, die Dachfläche, die Heizungsanlage und vieles mehr, bevor es überhaupt an den reinen Innenausbau geht.

Dabei ist es nicht so, dass alles immer frei nach Lust und Laune oder gar Geschmack gewählt werden kann, denn in vielen Bereichen gibt es definierte Spielräume und Vorschriften. Das beginnt beim Haustyp, den Farben von Außenwänden und Dach sowie der Heizanlage. Hinzu kommt, dass unser eigenes Umweltbewusstsein heute viel stärker ausgeprägt ist als noch vor ein paar Jahren, sodass wir auch in dieser Hinsicht besondere Ansprüche haben.

 

Außenhaut spielt entscheidende Rolle

 

Die Fassade des Hauses ist so etwas wie die Haut: Sie nimmt starken Einfluss darauf, wie das Haus gedämmt ist und beeinflusst daher auch die Energieeffizienz. Auch hier gibt es ohnehin klare Vorgaben des Gesetzgebers, welche Werte hier zu erreichen und einzuhalten sind. Je weniger Vorschriften, desto schwieriger wird es fast, denn die Auswahl an Fassadentypen ist nicht unerheblich, von der Farbwahl mal ganz abgesehen. Und jede hat individuelle Vor- und Nachteile, die zu berücksichtigen sind.

 

Putzfassade: Eine sehr häufige Variante, in der Putz in mehreren Schichten aufgetragen wird. Die Isolierung kann durch unter den Putz angebrachte Dämmplatten erhöht werden. Nach fünf bis sieben Jahren wird ein neuer Anstrich fällig.

Schieferfassade: Eher regional typische Verkleidung des Hauses, bei der die Schieferplatten direkt an der Wand oder auf einer Holzschalung angebracht werden.

Holzfassade: Wirkt besonders natürlich. Es ist zu berücksichtigen, dass es sich hier um einen lebendigen Werkstoff handelt. Holz "arbeitet" und reagiert auf unterschiedliche Witterungen oft mit Rissen oder Verwerfungen.

Lamellenfassade: Feststehende oder bewegliche Lamellen aus Glas, Metall oder Holz erfüllen vor allem dekorative Zwecke.

Vorgehängte Fassade: Zwischen Außenwand und Verkleidung wird eine wärmedämmende Unterkonstruktion angebracht. Die dadurch erhöhten Kosten werden durch die Energieersparnis langfristig ausgeglichen.

Wärmeverbundfassade: Hierbei wird das Dämmmaterial an der äußeren Wand angebracht und mit einer Armierungsschicht sowie Putz und Anstrich versehen.

 

Die moderne Fassade – das sind die wichtigsten Kriterien

 

Das ist nur eine Auswahl der Möglichkeiten, die noch deutlich größer sind. Klar wird aber, dass die Kombination oft entscheidend ist. Eine Fassade, die sowohl den optischen Ansprüchen gerecht wird als auch energieeffizient ist, muss mehrere Kriterien gleichzeitig erfüllen:

 

  • Einhaltung der gegebenen Energieeinsparverordnung
  • optimaler Schallschutz
  • Ausgleich der Luftfeuchtigkeit zu den Innenwänden

  • pflegeleichte Oberflächenstruktur
  • starker und anhaltender Schutz vor verschiedenen Witterungsverhältnissen
  • angjährige Lebensdauer
  •  

    Um hier optimal zu entscheiden, ist die Beratung durch Fachleute unabdingbar. Der Bauherr sollte sich intensiv über verschiedene Baustoffe und Möglichkeitzen informieren, vor allem dann, wenn er selbst baut. Ganz eindeutig sollte heutzutage immer eine Variante gewählt werden, bei der nachwachsende Rohstoffe ins Spiel kommen, die Nachhaltigkeit gegeben ist und zugleich die Energieersparnis möglichst hoch ist. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern kommt auch dem eigenen Geldbeutel mittel- bis langfristig sehr zu gute.

     

    Nils Otte

     

     

    Foto: istoch/Narvikk

    Das ist nur eine Auswahl der Möglichkeiten, die noch deutlich größer sind. Klar wird aber, dass die Kombination oft entscheidend ist. Eine Fassade, die sowohl den optischen Ansprüchen gerecht wird als auch energieeffizient ist, muss mehrere Kriterien gleichzeitig erfüllen:

     

  • Einhaltung der gegebenen Energieeinsparverordnung
  • optimaler Schallschutz
  • Ausgleich der Luftfeuchtigkeit zu den Innenwänden
  • pflegeleichte Oberflächenstruktur
  • starker und anhaltender Schutz vor verschiedenen Witterungsverhältnissen
  • angjährige Lebensdauer
  •  

    Um hier optimal zu entscheiden, ist die Beratung durch Fachleute unabdingbar. Der Bauherr sollte sich intensiv über verschiedene Baustoffe und Möglichkeitzen informieren, vor allem dann, wenn er selbst baut. Ganz eindeutig sollte heutzutage immer eine Variante gewählt werden, bei der nachwachsende Rohstoffe ins Spiel kommen, die Nachhaltigkeit gegeben ist und zugleich die Energieersparnis möglichst hoch ist. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern kommt auch dem eigenen Geldbeutel mittel- bis langfristig sehr zu gute.

     

    Maik Blume

     

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