19.01.2019

Demo für eine bessere Landwirtschaft

“Tausende“, so der Tagesspiegel protestierten in Berlin für eine neue Agrarpolitik. Anlässlich der weltgrößten Agrarschau (Grüne Woche) versammelten sie sich zunächst vor dem Brandenburger Tor und marschierten danach durchs Zenterum der deutschen Hauptstadt. Ihr Ziel: mehr Tier- und Umweltschutz auf Bauernhöfen und gesündere Lebensmittel.

Unter dem Motto „Wir haben es satt“ tritt ein breites Bündnis von Umwelt- und Tierschützern sowie Ökobauern für eine Umorientierung in der Landwirtschaft ein. Weniger Agrarindustrie und mehr Ökologie bei der Nahrungsproduktion ist das Ziel.

Zum neunten Mal bereits hat das Bündnis zur Großdemonstration aufgerufen, bei der lautstarke Aktivisten hinter einem Corso mehrerer Hundert Traktoren auf der Prachtstraße Unter den Linden an Touristen und Berlinern vorbeizogen, nachdem sie zuvor auf dem Platz vor dem Brandenburger Tor in Reden ihre Forderungen verkündet hatten.

 

 

Tier- und Umweltschutz auf dem Bauerhof stärken

 

Eine Sprecherin der Berliner Polizei zählte, das berichtet die Berliner Zeitung Tagesspiegel. dass „etwas mehr als die von den Veranstaltern gemeldeten 12.000 Personen auf der Straße waren“.

171 Traktoren, mit denen Landwirte aus der ganzen Republik nach Berlin getuckert kamen, führten den Demonstrationszug durch die Innenstadt an.

Die Demo war damit ein Erfolg. Laut BUND nahmen sogar 35.000 Teilnehmer aus 1200 Organisationen am Protest teil. Fazit der Umweltschützer: "Agrarministerin Klöckner klammert sich an die pauschalen Flächensubventionen wie ihre Vorgänger ans Ackergift Glyphosat. Der Agrarindustrie immer weiter Milliarden in den Rachen zu stopfen ist agrar- und klimapolitischer Irrsinn. Wir fordern: Umverteilen jetzt!"

 

 

Zehntausende skandieren: "Wir haben s satt"

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„2019 entscheidet die Bundesregierung bei der EU-Agrarreform (GAP) maßgeblich mit, welche Landwirtschaft die EU Jahr für Jahr mit 60 Milliarden Euro unterstützt“, betonte etwa das Bündnis „Artgerechtes München“ für eine tierfreundliche und klimagerechte Landwirtschaft. Es gelte: „Wer viel Land besitzt, bekommt viel Geld – die bäuerliche Landwirtschaft sowie der Umwelt-, Arten- und Tierschutz hingegen bleiben auf der Strecke. Die Forderung lautet deshalb: Schluss mit den Steuermilliarden an die Agrarindustrie!“

Der Umbau zu einer bäuerlichen und ökologischeren Landwirtschaft sei längst überfällig. Bei den Verhandlungen in Brüssel müsse sich die Bundesregierung an die Seite der Bäuerinnen und Bauern stellen, die Tiere artgerecht halten, insektenfreundliche Landschaften schaffen und gutes Essen herstellen.


jsu

 

 

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