Eine Zukunftsperspektive für Ugandas Jugend

Peter Maganda mit Roland Stelzer

In der Region Acholi, wo heute Cotoneas Bio-Baumwollprojekt viele Menschen beschäftigt, herrschte von 1986 bis 2006 ein grausamer Bürgerkrieg. Die Lord’s Resistance Army (LRA) des Rebellenführers Joseph Kony und ugandische Regierungstruppen lieferten sich blutige Kämpfe. 30.000 Kinder und Jugendliche entführte die LRA aus ihren Dörfern und machte sie zu Soldaten und Sklaven.

Seit fast zehn Jahren, seit sich die Rebellenarmee 2006 in den Südsudan und den Kongo zurückgezogen hat, herrscht Frieden – ein fragiler zwar, aber immerhin. Zwanzig Jahre Terror haben bei den Menschen tiefe Spuren hinterlassen, der Weg zurück ist schwer, alte Strukturen bestehen nicht mehr. Alkohol ist ein großes Problem.

 

Ugandas Bevölkerung wächst rasant, jede Frau bekommt durchschnittlich sechs Kinder (Deutschland 1,4). 50 Prozent der knapp 38 Millionen Einwohner sind jünger als 15 Jahre. Diese junge Generation braucht dringend eine Zukunftsperspektive in Form von Jobs, Bildung, Gesundheitsversorgung. Seit den 1990er Jahren hat sich die wirtschaftliche und soziale Lage insgesamt deutlich verbessert. Der Anteil der als arm geltenden Menschen konnte halbiert werden (von 56 auf 25 Prozent). Das gilt allerdings nicht für den Norden, hier ist die Armutsrate doppelt so hoch wie im Landesdurchschnitt (Quelle: BMZ).

 

Unternehmen wie die Gulu Agricultural Development Company (GADC) sind deshalb extrem wichtig für diese Region. Der Südafrikaner Bruce Robertson gründete sie 2009. Er suchte Geldgeber und Bauern, die sich noch mit biologischem Landbau auskannten – und er suchte Abnehmer für seine erste Bio-Baumwolle. Seither besteht eine enge, vertrauensvolle Geschäftsbeziehung zwischen ihm und Roland Stelzer, der seit 2009 seine Bio-Baumwolle für Cotonea dort anbauen lässt.

 

Heute vertreibt die GADC außer Baumwolle auch Sesam und Chili (biologisch und fair) an Abnehmer in ganz Europa – die Suche nach Händlern in Deutschland hat Roland Stelzer maßgeblich unterstützt. Mittlerweile beschäftigt das Bio-Projekt etwa 36.000 Menschen. Für Peter Maganda, der eine Bio-Landbau-Ausbildung absolvierte, war die GADC der Weg aus der Armut: Er schult heute viele neue Projektmitglieder. Bedenkt man, dass eine ugandische Familie aus durchschnittlich acht Personen besteht, hat das Projekt das Leben von fast 300.000 Menschen verbessert.

 

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09.04.2015 12:13
Cotonea

hannelore.ohle@indivisio-pr.de