Migration verhindern:Cotonea schafft Arbeitsplätze

Sie alle profitieren vom Cotonea-Projekt

Vor gut einem Jahr berichtete Cotonea über die Aufnahme von zusätzlichen 12.500 Bauern in das Bio-Landbauprojekt in Nord-Uganda. Dort baut die Gulu Agricultural Development Company (GADC) seit mehr als zehn Jahren Bio-Baumwolle an. Gemeinsam mit dem ugandischen Ableger der deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) werden seit August 2014 sukzessive 12.500 Bauern im ökologischen Landbau geschult – 30 Prozent von ihnen Frauen.

In dieser Region, in der noch bis 2006 Bürgerkrieg herrschte, gibt die GADC inzwischen vielen Zehntausend Menschen Arbeit. Mit ihrem Lohn können sie nicht nur die Ausgaben für Gesundheit und Bildung bezahlen, sondern mit der Fair Trade-Prämie, die an die Kooperative gezahlt wird, auch gemeinsam die Entwicklung ihres Dorfes voranbringen.

 

Neben Baumwolle baut die GADC inzwischen auch Sesam, Chilis und Sonnenblumen an, die Bauern werden also auch im Anbau dieser Feldfrüchte geschult. Das System aus Training, Coaching, Berichterstattung, Monitoring und Nachschulung ist streng hierarchisch organisiert: Eine Kooperative besteht aus 250 Bauern. Zehn Leadfarmer trainieren jeweils 25 Bauern, ein Field Officer schult und coacht zehn Leadfarmer. (Das Projekt zur Schulung von 12.500 Farmern besteht demnach aus 50 Kooperativen mit 50 Field Officern und 500 Lead Farmern).

Im August 2014 wurde zunächst die Basis geschaffen: Für 500 Lead Farmer, viele von ihnen Rückkehrer aus den noch immer existierenden Flüchtlingscamps, wurden verständliche Unterlagen für insgesamt neun Trainingsmodule erstellt, 500 Demonstrationsfelder für Baumwolle und Sesam eingerichtet, 50 Field Officer ausgewählt und 50 Bankkonten eingerichtet. Noch im August begannen die Trainings für die Field Officer, bis November 2014 wurden die der ersten Lead Farmer geschult.

 

Im Januar 2015 konnte die erste Baumwollernte an der Entkörnungsanlage abgeliefert werden. Wie zu erwarten, gibt es bei der Qualität noch Luft nach oben: Die Witterungsbedingungen waren nicht optimal, außerdem war die Verschmutzung durch Fremdteilchen noch sehr hoch. „Aber die Erfahrung lehrt, dass nach und nach Qualität und Hektarerträge steigen“, kommentiert ganz optimistisch Cotonea-Inhaber Roland Stelzer diese Startschwierigkeiten. Wir werden weiter über den Projektverlauf berichten.

 

Bio-Bettwäsche, Bio-Kleidung und Bio-Frottierwaren – schön, gesund, ökologisch und fair – sowie Sesam aus dem Projekt in Uganda gibt es bei www.cotonea.de


26.10.2015 13:53
Cotonea

hannelore.ohle@indivisio-pr.de