NATURSTROM nimmt Windparks in Bayern in Betrieb

NATURSTROM nimmt aktuell drei Windprojekte in Betrieb. Foto: NATURSTROM AG

Die NATURSTROM AG erweitert den eigenen Kraftwerkspark. Der Öko-Energieversorger nimmt aktuell zwei Windprojekte in den Ortschaften Poppenlauer und Windheim im Landkreis Bad Kissingen in Betrieb, sieht allerdings den weiteren dezentralen Ausbau der Windenergie im Binnenland künftig deutlich erschwert.

Bei Poppenlauer hat NATURSTROM AG drei Nordex N117 mit einer Leistung von je 2,4 MW errichtet, in Windheim zwei Anlagen gleichen Typs. Insgesamt nimmt der Öko-Energieversorger somit Windenergieanlagen mit einer Leistung von 12 MW aktuell in Betrieb. NATURSTROM AG erwartet aus diesen Anlagen eine Stromproduktion von jährlich rund 25,6 Mio. kWh. Damit decken die fünf Öko-Kraftwerke rein rechnerisch den Jahresbedarf von ungefähr 8.000 Dreipersonenhaushalten und ersparen der Atmosphäre pro Jahr ca. 13.000 Tonnen des Klimakillers CO2.

 

Die von NATURSTROM im Mai angekündigte Investitionsoffensive trägt also Früchte. Bereits im August hatte NATURSTROM AG eine Windenergieanlage mit 2,3 MW im Landkreis Hof ans Netz gebracht sowie einen Solarpark in Wöbbelin in Mecklenburg-Vorpommern mit einer Leistung von 0,9 MW fertiggestellt. Damit soll aber noch lange nicht Schluss sein, betont Dr. Thomas E. Banning, Vorstandsvorsitzender der NATURSTROM AG: „Bis zum Jahresende werden wir 17 Windenergieanlagen, mehrere Nahwärmeprojekte sowie einen Solarpark realisiert haben. Insgesamt erweitert NATURSTROM in diesem Jahr seinen Kraftwerkspark um mehr als 44 MW.“ Damit investiert NATURSTROM etwa 80 Mio. Euro in neue Öko-Kraftwerke, für 2016 sind Investitionen in ähnlicher Größenordnung geplant. Ziel des Unternehmens ist es, einen relevanten Teil der Verbräuche der mehr als 242.000 mit naturstrom belieferten Haushalte, Unternehmen und Institutionen durch die Erzeugung in eigenen Anlagen abbilden zu können.

 

„Im Herbst wird NATURSTROM im Landkreis Bad Kissingen noch einen weiteren Windpark ans Netz bringen“, ergänzt Christoph Ströer, Geschäftsbereichsleiter Energieerzeugung. „Auch werden wir 2015 noch unseren bislang größten Windpark mit acht Anlagen und 21,6 MW Leistung in Oberbayern fertigstellen.“

 

Dass der Öko-Energieversorger derart Tempo macht, kommt nicht von ungefähr. Zum einen dürfte die im November 2014 in Kraft getretene Abstandsregelung in Bayern den Ausbau der Windenergie im Freistaat nach einer Übergangsphase, in der noch nach der alten Bauordnung genehmigte Projekte realisiert werden, nahezu zum Erliegen bringen. Zum anderen ist zu befürchten, dass die Umstellung der Erneuerbaren-Förderung auf Ausschreibungen für massive Verwerfungen sorgen wird. „Ohne entsprechende Ausnahmeregelungen benachteiligen Ausschreibungen kleine Projekte und kleinere Akteure wie Bürger-Energiegesellschaften, Gemeindewerke oder unabhängige Energieversorger“, mahnt NATURSTROM-Chef Dr. Banning. „Die von solchen Akteuren realisierten dezentralen Projekte ermöglichen lokale und regionale Energieversorgungslösungen zu niedrigen Systemkosten. Damit bringen sie einen klaren Mehrwert für die Energiewende. Mit den Ausschreibungen verbannt die Bundesregierung dezentrale Versorgungslösungen vom Marktzugang, protegiert die

großen Player und fördert bewusst einen Konzentrationsprozess.“

 

Seit 2004 projektiert und betreibt NATURSTROM eigene Öko-Kraftwerke – vielfach gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, wobei die Anwohner aus den umliegenden Ortschaften bevorzugt als Mitinvestoren angesprochen werden. NATURSTROM koordiniert die Projektierung und den Anlagenbetrieb vom fränkischen Forchheim aus, ist aber auch in Wallenhorst bei Osnabrück, im brandenburgischen Senftenberg sowie in Erfurt und Dresden in Sachen Projektentwicklung aktiv.


05.11.2015 11:17
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