Grüne Angebote für die Architektur

Grünes Zimmer Ludwigsburg: Mitten in der City wurde ein für alle zugänglicher Raum mit unterschiedlichen Aufenthaltsbereichen geschaffen. - Foto: HALM

Eine Alternative zu herkömmlichen Lärmschutzwänden ist das Lärmschutzsystem 'Helix Compacta'. - Foto: HALM

Die Welt der Architektur und der Gartenbau liegen naturgemäß weit auseinander, aber sie rücken sich näher und die Ergebnisse werden immer erstaunlicher. Bepflanzte Dächer konnte man sich früher nicht vorstellen, heute sind sie gang und gäbe, da die angebotenen Systeme praktisch anwendbar und vor allem sicher geworden sind. Grüne Fassaden sind schon lange ein Thema, aber erst seit wenigen Jahren gibt es auch dafür flexible Produkte am Markt.

Hans Müller, Gärtner und Geschäftsführer von Helix Pflanzensysteme in Kornwestheim, befasst sich seit langem mit gebäudenahen Verwendungsweisen von Pflanzen. „Architekten brauchen Gärtner, die ihre Vision verstehen und entsprechende Lösungen anbieten", so Müller. „Wir Pflanzenexperten können der Architektur heute eine attraktive Komponente mit vielen Vorteilen hinzufügen, aber der Architekt und der Bauherr brauchen auch das Vertrauen, dass die angebotenen Systeme dauerhaft funktionieren."

 

Helix Pflanzensysteme investiert viel Zeit und Energie in die Entwicklung neuer Produkte. Dabei arbeitet man eng mit Forschungseinrichtungen an Hochschulen und Instituten zusammen - nicht nur, um die Zuverlässigkeit der Systeme zu überprüfen, sondern auch, um deren Effizienz mit wissenschaftlichen Methoden nachzuweisen. „Starkregen, schlechte Luft, Hitzeinseln, Lärmschutz, Stadtklimatologie sind Themen, mit denen wir uns mit Wissenschaftlern, aber auch mit der Bauwelt täglich auseinander setzen", erläutert Müller. Ein Helix Leuchtturmprojekt, das weit über die Grenzen Deutschlands bekannt ist und vielfach beschrieben wurde, ist das Grüne Zimmer Ludwigsburg. Gemeinsam mit der Universität Stuttgart wird hier seit zwei Jahren erforscht, wie Stadtlandschaften nachhaltig gestaltet werden können. Mitten in der City wurde dafür ein für alle zugänglicher Raum mit unterschiedlichen Aufenthaltsbereichen geschaffen, der an heißen Tagen für schattige Erholung sorgt. Die Wände bestehen aus gestapelten Gitterkörben, in denen 30 verschiedene Pflanzenarten wachsen, Platanen bilden das Dach. Die Pflanzen in Ludwigsburg haben sich prächtig entwickelt und bauen jetzt pro Jahr rund 300 Kilogramm Kohlendioxid ab und produzieren 220 Kilogramm Sauerstoff. Mit dem Grünen Zimmer ist Helix Teil des Europäischen Forschungsprojektes TURAS (Transitioning Towards Urban Resilience and Sustainability), das Städte im Hinblick auf den Klimawandel widerstandsfähiger machen will.

 

Im Frühjahr 2015 trafen sich die internationalen TURAS-Mitglieder in Brüssel auf der Green Week und im September in Malaga. „Der internationale Austausch ist wichtig, sehr inspirierend und auch ein großer Ansporn", erklärt Müller. „In Malaga konnten wir die ersten Ergebnisse zu unserem neuen, zertifizierten Lärmschutzsystem 'Compacta' präsentieren. Diese bepflanzte Wand bietet eine bessere Schalldämmung als viele herkömmliche Systeme und ist als ‚hoch absorbierend‘ eingestuft. Nachhaltige, attraktive, grüne Lösungen mit messbarer ökologischer Wirkung, damit kann Helix immer mehr Investoren und Architekten überzeugen. Wir sind Gärtner und haben ein großes pflanzenbauliches Fachwissen, das bringen wir ein, wir sind aber auch offen für die ästhetischen Ansprüche der Architekten, die uns manchmal sehr fordern. Gemeinsam entstehen tolle neue Projekte, bei denen die Pflanzen ihre vielfältigen positiven Wirkungen für die Städte, die Gebäude und natürlich die Menschen entfalten können."

 


25.11.2015 12:10
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