Traditionell schlechter als modern?

Foto: Argan supreme CDW

Traditionell in Handpressung hergestelltes Arganöl ist maschinell hergestelltem qualitativ deutlich unterlegen

Nach einem aktuell (2015) im Max Rubner Institut durchgeführten deutsch-marokkanischen workshop zu Arganöl konnte nun endlich mit zwei hartnäckigen Legenden aufgeräumt werden.

 

1. Das traditionell handgepresste Öl ist mitnichten höher- sondern deutlich minderwertig im Vergleich zu maschinell gepresstem.

2. Von Ziegen vorverdaute Früchte führen ebenso zu minderwertigem Öl.

 

Zitat: "Hauptaspekt des Workshops war die sensorische Bewertung von Arganöl unter besonderer Berücksichtigung des Zusammenhangs zwischen Herstellung und sensorischer Qualität. Es konnte gezeigt werden, dass die Herstellung von Arganöl aus gerösteten Mandeln mit Hilfe einer Schneckenpresse deutliche Vorteile im Hinblick auf die Erhaltung der sensorischen Qualität während der Lagerung bietet. Während Arganöl, das nach dem traditionellen Verfahren hergestellt worden ist, bereits nach vier Wochen einen käsig, stichigen Geruch und Geschmack aufweist, konnte dieser bei der Herstellung mit der Schneckenpresse auch nach 20 Wochen nicht festgestellt werden.

Ein Problem stellt die Verwendung von Argannüssen aus den Ausscheidungen von Ziegen dar, da das daraus hergestellte Öl bereits nach der Herstellung einen käsigen Geruch und Geschmack zeigt."

 

Das gemeinsame Forschungsprojekt zur Qualitätsverbesserung von Arganöl trägt den langen Namen „Lipidomic Profiling von Arganöl als Werkzeug für die Beurteilung des Einflusses der verschiedenen Herstellungsschritte vom Baum bis zur Flasche mit dem Ziel der Verbesserung der Ölqualität“ und wurde im Rahmen des „Maroccan-German Program of Scientific Research“ (PMARS) durchgeführt. Ziel des Projektes war es, die Qualität des produzierten Arganöls zu verbessern. Dr. Bertrand Matthäus und Dr. Ludger Brühl von der Arbeitsgruppe Lipidforschung des Max Rubner-Institutes, Standort Detmold, organisierten gemeinsam mit Professor Zoubida Charrouf von der Mohammed University V, Rabat, Marokko, einen Workshop in den Räumlichkeiten der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH in Eschborn, um die Projektergebnisse Interessenten verfügbar zu machen.

 

Idealerweise sollte man als Verbraucher nach maschinell gepresstem Arganöl suchen, das aber NICHT in Großfabriken hergestellt wurde, um die Wertschöpfung bei den Berberfrauen zu belassen. Auch in vielen Kooperativen stehen inzwischen maschinelle Schneckenpressen, die den Handel mit Arganöl durch die lange Haltbarkeit überhaupt erst ermöglichen.


19.12.2015 18:35
Argan supreme CDW GmbH

wenk@argansupreme.com