Betoninstandsetzung sucht Arbeitskräfte

In Deutschland müssen diverse Brüken instandgesetzt werden. Allein an Fachkräften mangelt es. Foto: Damjan Dobrila

Wie sich die Bedeutung von Recycling auch auf die Baubranche übertragen lässt, wird anhand des Spezialgebiets der Betoninstandsetzung deutlich. Sie dient dem Erhalt des Baubestandes von Betonbauwerken und sichert damit nicht nur denkmalgeschützte Bauwerke für die Zukunft, sondern auch Wohnhäuser, Industriebauten und vor allem Brücken.

An Arbeit mangelt es nicht, doch soll diese auch in Zukunft bewältigt werden, braucht es fähige Arbeitskräfte. Die Online-Initiative betoninstandsetzer.de hat sich diesem Ziel jetzt angenommen.

 

Betoninstandsetzung vs. Neubau. In den meisten Fällen lohnt es sich, in den Erhalt eines Bauwerks zu investieren und nicht einfach neu zu bauen. Dass es davon genügend gibt, wird auch anhand aktueller Zahlen deutlich: In Deutschland sind etwa ein Siebtel aller Brücken marode und stark instandsetzungsbedürftig. Auch im Wohnungsbau werden jedes Jahr über 100 Milliarden Euro in die Sicherung des Baubestands investiert - Tendenz steigend.

 

Dem drohenden Fachkräftemangel möchte nun das Informationsportal betoninstandsetzer.de entgegenwirken. Initiiert von der Bundesgütegemeinschaft Instandsetzung von Betonbauwerken e. V. finden Interessierte hier alle Informationen rund um die Qualifikation zum Betoninstandsetzer - mitsamt einer Aufstellung von über 300 Betrieben, die Ausbildungs-, Praktikums-, Facharbeiter- oder Ingenieursstellen anbieten.

 

Genau genommen ist der Beruf des Betoninstandsetzers eine betriebliche Qualifikation - keine eigenständige Ausbildung. Wer den Beruf des Beton-/Stahlbetonbauers, Maurers, Maler/Lackierers bzw. Holz- und Bautenschützers erlernen möchte oder bereits erlernt hat, kann in der Betoninstandsetzung tätig werden.

 

Dazu Marco Götze, Vorsitzender der Bundesgütegemeinschaft: “Die Bauberufe landen in jedem Ausbildungsranking zum Thema Gehalt auf den ersten Plätzen. Es wird Zeit, dass sich junge Mensch wieder mehr dem Bau und Erhalt des Gebäudebestandes und unserer Infrastruktur widmen.”

 

Denn das kann sich lohnen: Die Aufstiegschancen im Baugewerbe und insbesondere in der Instandsetzung reichen vom Facharbeiter über den Kolonnenführer und Polier bis hin zum Meister und Ingenieur. Wer in der Betoninstandsetzung tätig ist, kann je nach Qualifikationsgrad zwischen 2.000 und 6.500 Euro im Monat verdienen.

 

Weitere Informationen:

betoninstandsetzer.de

Was ein Betoninstandsetzer macht und warum er so wichtig ist, sehen Sie hier im Video:

Flash ist Pflicht!

30.09.2016 17:52
Karsten Lützow

karstenluetzow@web.de