Finanzen und Nachhaltigkeit: kein Widerspruch

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Die Finanzmärkte gelten nicht gerade als Musterbeispiel für soziales Handeln und Nachhaltigkeit. Die Online-Szene führt jedoch eine positive Veränderung herbei.

Gerade bei den Krediten zeigt sich, dass Finanzen auch dem Wohl der Gemeinschaft dienen können.

 

Kredite sorgen für neues Image – und pflegen dieses intensiv

 

Der Begriff „Kredit“ ist von Natur aus eher negativ behaftet, und das ist verständlich, schließlich steht er für fehlende Barmittel, Außenstände und Zinszuschläge. Der Online-Finanzmarkt gibt jedoch Grund zur Hoffnung: So handelt es sich bei smava.de nicht um eine reine Kreditplattform im klassischen Sinne, sondern um eine Community, der nachhaltiges Handeln ein wichtiges Anliegen ist.

Das betrifft auch den Gegenwert, den Verbraucher erhalten. So sorgte das Portal erst kürzlich für Aufsehen, als es den tatsächlich günstigsten Online-Kredit Deutschlands anbot, wie auch von Stiftung Warentest bestätigt wurde. Niedrigzinsen sind angesichts der EZB-Marschroute schließlich keine Seltenheit mehr, doch ein effektiver Jahreszins von 0,0 Prozent ragt trotzdem aus der Menge hervor.

 

Wirtschaftssystem im Wandel: Finanzen und Industrie im Gleichschritt

 

Auch andere Bereiche des Finanzmarkts bestätigen den Trend. Alternative Energien haben sich als lukratives Anlageziel etabliert, was wiederum der Weiterentwicklung der Energiewende entgegenkommt. Die moderne Finanzwelt entwickelt sich damit in eine äußerst positive Richtung, denn sie zeigt, dass Finanzgeschäfte nicht immer zulasten von Mensch, Umwelt oder Gesellschaft gehen müssen. Vielmehr entpuppt sich das Geldsystem als Schnittstelle zwischen den wichtigen Themen der Welt nimmt damit eine Vermittlungsfunktion ein.

Nicht ohne Grund wird gerade im Zusammenhang mit Bio-Fonds von Financial Services 4.0 gesprochen. Das erinnert stark an den Wandel in der Industrie – Industrie 4.0 ist schließlich eines der wichtigsten Schlagwörter des letzten Jahres.

Weitere Projekte befassen sich mit einer Optimierung der Verbraucherökonomie; unter der Bezeichnung Circular Economy soll eine Kreislaufwirtschaft angeregt werden, in der jeder Beteiligte bis zu 25 Prozent Kosten einsparen kann, und das ganz ohne Abstriche bei der Lebensqualität. Durch eine Senkung der Produktion wird außerdem die Umwelt entlastet, was angesichts des viel diskutierten Klimawandels eins der primären Ziele der gesamten Gesellschaft sein sollte.

Offensichtlich: Dank der Reichweite des Internets können sich solche Bewegungen stärker und schneller verbreiten als je zuvor, sowohl im Kreditwesen als auch im Wertpapierhandel oder bei den privaten Finanzen zeigt sich die Vernetzung der Welt. Kredite zwischen Privatpersonen sind das vielleicht beste Beispiel dafür, und der Optimist würde sogar behaupten, dass gute Zeiten bevorstehen – es gibt jedenfalls Grund zur Hoffnung.

 

Maike Blume

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