Fit mit Firmenfahrrädern

Foto: flickr/matthias.asal

Arbeitgeber können nun Mitarbeitern ihre Firmenfahrräder auch zur privaten Nutzung zur Verfügung stellen. Die deutschen Landesfinanzbehörden beschlossen einheitlich, dass schon ab 2012 im Wesentlichen die gleichen steuerrechtlichen Regeln gelten, wie die Betriebe es bereits von Dienstwagenregelungen kennen.

 

Der Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e.V. hatte sich unter anderem mit dem Verbund Service und Fahrrad (VSF) e.V. und dem B.A.U.M.-Mitgliedsunternehmen LeaseRad um eine einfache und verständliche Steuerregelung für die private Nutzung von Firmenfahrrädern bemüht.

 

Mit dem neuen Erlass der deutschen Landesfinanzbehörden sind jetzt alle bisherigen Unklarheiten bei der Besteuerung von Dienstfahrrädern beseitigt.

 

B.A.U.M. freut sich über diesen Beschluss und hofft, dass dadurch die Anschaffung von Firmenfahrrädern für Unternehmen attraktiver geworden ist.

So meint Vorstandsmitglied Dieter Brübach: „Die Nutzung des Fahrrads hat auch für Unternehmen viele Vorteile: Es ist unschlagbar kostengünstig, braucht wenig (Stell-)Platz, ist absolut emissionsfrei und damit klimaverträglich und fördert obendrein noch die Gesundheit der Mitarbeiter.“

 

1 Prozent-Regel gilt jetzt auch für Firmenfahrräder

 

Überlässt ein Arbeitgeber oder auf Grund des Dienstverhältnisses ein Dritter dem Arbeitnehmer ein Fahrrad zur privaten Nutzung, sieht der neue Erlass für die Bewertung dieses zum Arbeitslohn gehörenden geldwerten Vorteils Folgendes vor:

Nach § 8 Absatz 2 Satz 8 EStG wird als monatlicher Durchschnittswert der privaten Nutzung (einschließlich Privatfahrten, Fahrten zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte und Heimfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung) 1 % der auf volle 100 Euro abgerundeten unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers, Importeurs oder Großhändlers im Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Fahrrads einschließlich der Umsatzsteuer festgesetzt. Die Freigrenze (bis zu 44 €) für Sachbezüge nach § 8 Absatz 2 Satz 9 EStG ist nicht anzuwenden.

 

Die Regelung gilt auch für Elektrofahrräder, wenn diese verkehrsrechtlich als Fahrrad einzuordnen sind. Elektrofahrräder, die mit Hilfe ihres Motors Geschwindigkeiten über 25 km pro Stunde erreichen, gelten nicht mehr als Fahrräder, sondern als Kraftfahrzeuge. Hier gelten spezielle Regelungen.

 

Einige deutsche Unternehmen fördern die Nutzung von Firmenfahrrädern bereits tatkräftig. Das zeigt der B.A.U.M.-Wettbewerb „Die fahrradfreundlichsten Arbeitgeber“. Unter die aktuellen Preisträger reihen sich die Universität Osnabrück und das Softwareunternehmen Dialogika aus Saarbrücken.

 

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