Fünf Jahre Waldgenossenschaft Remscheid

Geburtstagskuchen von PEFC Foto: PEFC

Die Waldgenossenschaft Remscheid eG, Deutschlands erste Bürgerwaldgenossenschaft, zieht an ihrem heutigen 5. Geburtstag eine erfolgreiche Bilanz.

Über 200 Mitglieder, die mit ihrer Mitgliedschaft zu Waldbesitzern werden, und ein stetig wachsender mittlerweile großer 62 ha Bürgerwald. Die Remscheider Waldgenossenschaft – nach wie vor Deutschlands einzige Bürgerwaldgenossenschaft – ist jedoch mit einer Vielzahl an Aktionen wie Baumpflanzungen mit Flüchtlingen und Remscheider Schulklassen oder der Ausweisung von Biotopbäumen sowie laufende Nistkastenaktionen weit über Remscheids Grenzen bekannt geworden. Damit hat sich das Konzept des Bürgerwaldes zu einer Vorbildfunktion für viele weitere Regionen in Deutschland entwickelt.

Anlässlich des Jubiläums machte sich die Waldgenossenschaft, ihren Mitgliedern sowie Specht, Fledermaus & Co. selbst ein besonderes Geschenk: Unter Mitwirkung von Cornelia Pauls, PEFC-Regionalassistentin für Nordrhein-Westfalen, wurden 20 Biotopbäume im Lüttringhauser Genossenschaftswald mit der PEFC-Plakette dauerhaft markiert. Die Erhaltung von Totholz, Horst- und Höhlenbäumen im Wald ist eine elementare Forderung des PEFC-Standards für nachhaltige Waldbewirtschaftung.

 

Waldgenossenschaft Remscheid zum 5-jährigen Jubiläum

 

Echte Partizipation und Information sowie das Werben für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung, bei der Ökonomie, Ökologie und Soziales gleichrangige Prioritäten haben, sind allen Akteuren der Waldgenossenschaft enorm wichtig und wurden von Beginn an so auch in der Satzung verankert. „Der ursprüngliche, seit 200 Jahren bestehende Genossenschaftsgedanke von Friedrich-Wilhelm Raiffeisen, nämlich ein Unternehmen auf Basis gemeinsamer Solidarität, sozialer Verantwortung und Nachhaltigkeit zu führen, ist inmitten der großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts doch so aktuell wie eh und je“, erklärt Ronald Paas, der Aufsichtsratsvorsitzende der Waldgenossenschaft.

„Die Bewirtschaftung von Wald im gemeinschaftlichen Eigentum hat in NRW eine lange erfolgreiche Geschichte, an die wir hier anknüpfen. Gerade für die vielen Kleinstwaldbesitzer ist eine genossenschaftliche Organisation zukunftsträchtig“, so Uwe Schölmerich, der als Leiter des Forstamtes Rhein-Sieg-Erft das Land NRW als Genossenschaftsmitglied vertritt.

Jutta Velte, stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende: „Es ist schon bemerkenswert, dass unsere mittlerweile über 200 Genossenschaftsmitglieder aus ganz Deutschland stammen, nur knapp die Hälfte sind tatsächlich aus Remscheid und Umgebung. Das zeigt, dass wir mit unserem ursprünglichen Genossenschaftsansatz Wald 2.0 wohl einen Nerv in einer an Waldthemen zwar sehr interessierten, aber häufig kritisch eingestellten Öffentlichkeit getroffen haben“.

 

Catrin Fetz


 

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