Gates hilft Kleinbauern mit 200 Millionen Dollar

Foto: UNCCD

Erneut redet Bill Gates Tacheles: In seiner Rede vor dem Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD) ließ der Microsorft-Gründer und Milliarden schwere Philantrop jetzt kein gutes Haar an der Bekämpfung des Hungers und der Armut durch internationale Organisationen. Er forderte sie auch „sich gemeinsam hinter ein globales Ziel für nachhaltige Produktivitätsverbesserung zu stellen“, zitiert ihn die Presseagentur News Aktuell. Demnach sagte Gates: „Wenn Sie an den Ärmsten interessiert sind, sind Sie auch an der Landwirtschaft interessiert.“ Weiter sagte der Co-Chef der Melinda &Bill Gates Foundation: „Investitionen in Landwirtschaft sind die beste Waffe gegen Hunger und Armut, und sie haben bereits das Leben von Milliarden Menschen verbessert. Die internationale Landwirtschaftsgemeinschaft muss bei ihrer Hilfestellung für arme Landwirte innovativer, koordinierter und zielgerichteter werden. Wenn uns das gelingt, können wir das Leid vieler Menschen dramatisch reduzieren und ihnen wirtschaftliche Unabhängigkeit geben.“

Gates sagte dem IFAD, dem Welternährungsprogramm (WFP) und der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO), dass der heute verwendete Ansatz im Kampf gegen Armut und Hunger überholt und ineffizient sei. Er forderte diese Ernährungsorganisationen auf, sich einem konkreten, messbaren Ziel zur Steigerung der Produktivität in der Landwirtschaft zu verpflichten, und ein System öffentlicher Score Cards zu unterstützen, um die Transparenz sich selbst sowie den Gebern und den durch sie unterstützten Ländern gegenüber zu maximieren.

„Es muss das Ziel sein, sich von einzelnen Erfolgsbeispielen in Richtung nachhaltiger Produktivitätssteigerung für Hunderte Millionen Menschen auf dem Weg aus der Armut zu bewegen“, erklärte Gates. „Damit Hoffnung besteht, dass wir dieses Ziel erreichen, muss es ein Ziel sein, dem wir gemeinsam verpflichtet sind. Bei seiner Verfolgung müssen wir koordiniert handeln. Wir müssen bei unseren Bemühungen innovativere Wege einschlagen. Und wir müssen bereit sein zu akzeptieren, dass wir an unseren Ergebnissen beurteilt werden.“

Gates kündigte fast 200 Millionen US-Dollar Fördergelder an. Damit erhöhten sich die von seiner Stiftung seit Beginn des Landwirtschaftsprogramms im Jahr 2006 für landwirtschaftliche Kleinbetriebe zugesagten Mittel auf über zwei Milliarden Dollar. Die Stiftung verfolgt bei der Unterstützung von Kleinbauern einen umfassenden Ansatz, damit im Kampf gegen Hunger und Armut sowohl für die Wirtschaft als auch die Umwelt nachhaltiger Fortschritt möglich ist.

 

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