08.11.2018

Geniales Ersatzprodukt: Leder aus Baumpilzen

Foto: Pixabay CC/PublicDomain

Genial: veganes Leder aus Baumpilzen. Die Material-Alternative zu Tierhäuten von Rindern, Ziegen oder Schafen wächst in jedem Wald. Wissenschaftler können aus dem Myzel der Pilze neben nachhaltigem und tierschutzgerechtem Leder-Ersatz sogar auch stabile Werkstoffe wie Holz-Ersatz herstellen - und am Ende des Gebrauchs verrottet alles wieder einfach zu Komport.

Über das Ersatzmaterial berichtet jetzt Reset. Den an Baumstämmen wachsenden Zunderschwamm hätten, schreibt die Blog-Autorin, Menschen schon im Mittelalter Textilgewebe für Kleidung hergestellt. Heute ist er Grundstoff "für die Bekleidungs-, Möbel- und Automobilindustrie".

 

Ersatz-Leder spart Ressourcen und ist vollständig kompostierbar

 

Das Tolle: Der Pilz liefert Produkte, für die weder ein Tier sterben muss, um ihm das Fell abziehen zu können, noch braucht der Leder-Ersatz aus Fomes fomentarius bei seiner Aufbereitung Chemikalien wie echtes Leder, das oft mit giftigem Chrom gegerbt wird. Auch die arbeitsbedingungen, die in vielen Lederwerkstätten in südlichen Ländern für Umwelt und Menschen oft verheerend sind, fallen bei der arbeit mit Znderschwämmen weg. "Die Pilze wachsen in recyceltem Sägemehl mit Hilfe von bereits bestehenden Kultivationstechniken, die sonst für essbare Pilze verwendet werden. Da es sich um ein organisches Material handelt, ist es komplett kompostierbar und hinterlässt keinen Abfall", bescheibt der Blog die Aufbereitung des veganen Leder.

 

 

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Das Ergebnis ist in strapazierfähiges Leder. Es entspricht in seinen Eigenschaften jenem des tierischen Produkts. "Es kann Feuchtigkeit der Haut absorbieren, ist aber auch atmungsaktiv und wasserabweisend - so wie tierisches Leder", schreibt Bloggerin Jasmina Schmidt. Es ist also eine echte Alternative zum üblichen vegane Leder im Handel. Das besteht oft aus Polyurethanen. Dieser Kunststoffgilt als nicht recycel- oder abbaubar.

Der Pilz kann dabei in verschiedene Muster und Farben wachsen. Das, so betonen die Anwender der Methode, mache eine nachträgliche Behandlung mit Chemikalien überflüssig. Und ermögliche eine gefahrlose Kompostierung am Ende des Gebrauchs.

Phil Ross vom US-Unternehmen MycoWorks schwärmt ebenfalls von den Möglichkeiten, Produkte auf Basis von Pilzen zu erzeugen (siehe Video). Sein Unternehmen lässt die Pilze auf einem Substrat aus landwirtschaftlichen Abfallstoffen wachsen. DAs spart zusätzliche ressourcen, die etwa die Aufzucht von Rindern verschlingen, um später Leder aus der Haut der Ziere zu gerben - ebenfalls ein Nachhaltigkeitsvorzug.


pit

 

 

 

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