Gesund essen spart wertvolles Wasser

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Gesünder essen spart viel wertvolles Wasser: Wissenschaftler der EU-Kommission berechneten, dass je nach aktuellem Konsum der Wechsel zu einer gesunden Ernährungsweise mit wenig Fleisch zu einer Wasserersparnis von 11 bis 35 Prozent führen würde. Bei einer Ernährung ohne Fleisch, aber mit Fisch, würden 33 bis 55 Prozent eingespart, bei rein vegetarischer Lebensweise sogar 35 bis 55 Prozent.

Das berichtet jetzt der landwirtschaftliche Informationsdienst Proplanta.

 

WAsser-Fußabdruck der Europäer ist zu hoch

 

Das Team der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission in Ispra (Italien) stellt seine Arbeit im Fachjournal Nature Sustainability vor. Obwohl der Wasserverbrauch wichtig für die Umwelt sei, schreibt nun Proplanta, wurde für einzelne europäische Regionen noch nicht detailliert untersucht, wieviel Wasser für die Lebensmittelproduktion eingespart werden könnte. Das holte dfas Team nun nach. Die Forscher erfassten die verfügbaren Daten von 2007 bis 2011 zum Wasserverbrauch in der Landwirtschaft für möglichst kleine geografische Einheiten. In Frankreich waren dies etwa 35.000 Kommunen, in Großbritannien gut 8.500 statistische Einheiten und in Deutschland 412 Landkreise und kreisfreie Städte.

 

 

Wassermangel betrifft uns alle!

Das Worldwatch Institut warnt: Wassermangel ist eine globale Bedrohung. Es müssen schleunigst neue Wassermanagement-Systeme her. Schon heute leben 1,2 Milliarden Menschen, ein Fünftel der Weltbevölkerung in Gebieten materiellen Wassermangels.

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Sie erkannten: "Durchgängig essen die Bewohner aller aktuell verglichenen regionalen Einheiten zu viel Zucker, Öle und Fette, (rotes) Fleisch sowie auch Milch und Käse zusammengenommen." Zudem verzehren Franzosen und Deutsche im Durchschnitt zu wenig Obst und Gemüse. Briten und Deutsche nehmen zu wenig Fisch zu sich und trinken zu viel Alkohol.

Darauf basierend errechnete das Team um Davy Vanham, wie das Befolgen empfohlener Ernährungsweisen durch die gesamte Bevölkerung sich auf den Wasserbedarf bei der Herstellung von Lebensmitteln auswirken würde. Dabei verwendeten sie den sogenannten Wasser-Fußabdruck, der für jedes Lebensmittel angibt, wie viel Wasser für seine Produktion verbraucht wurde.

Derzeit ist in den drei Ländern der durchschnittliche Wasserverbrauch für die Nahrungsmittelherstellung in Großbritannien mit 2.757 Litern pro Kopf pro Tag am niedrigsten, gefolgt von Deutschland mit 2.929 Litern. In Frankreich hingegen werden 3.861 Liter pro Kopf pro Tag verbraucht. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass Franzosen mehr Wein trinken als Deutsche und Briten.

Zur Weinproduktion werden 732 Liter Wasser pro Kilogramm benötigt, zur Bierherstellung nur 111 Liter. Auch wird vor allem in Südfrankreich sehr viel Öl konsumiert, das einen hohen Wasser-Fußabdruck aufweist.


red

 

 

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