Globale Fundraising Plattform für weltweite NGOs

Foto: Helpfreely-.org

Einkaufen und dabei Gutes tun: Wie bislang schon einige Portale, verbindet nun auch Helpfreely die Lust am Konsum mit Hilfe für NGOs. Ein Teil des Kaufpreises der Waren fließt als Provision an die Hilfsorganisationen und unterstützt deren Arbeit.

Hinter Helpfreely steht ein multikulturelles 24-köpfiges Team. Die Crew-Mitglieder stammen aus 12 verschiedenen Ländern, 6 Volontäre absolvieren in der Firmen-Zentrale in Spanien, ihren einjährigen European Voluntary Service. global° sprach mit Jaika Berghoff von Helpfreely. Sie ist die Country-Managerin für die deutschsprachigen Euro-Länder und erklärt, wie das erste weltweite Unterstützer-Portal funktioniert und warum niemand Angst vor „Greenwashing“ haben muss, wenn er am Charity-Programm teilnimmt.

 

Die Idee, Einkaufen und Spenden zu verknüpfen ist nicht ganz neu. Was unterscheidet Helpfreely von ähnlichen Aktivitäten?

Jaika Berghoff: Helpfreely.org unterscheidet sich von herkömmlichen Plattformen in mehrfacher Hinsicht. Die wichtigsten Punkte dabei sind die Rechtsform und globale Ausrichtung. Die Help Freely Foundation, Initiator der Plattform, ist eine gemeinnützige Stiftung mit Hauptsitz in Spanien und ist die erste ihrer Art. Sie hat die erste Spenden-Plattform geschaffen, die global ist: auf <IL>Helpfreely.org können weltweite NGOs durch die Online-Einkäufe vieler Tausender Nutzer kostenlos Spenden sammeln.

Hinzu kommt, dass der Provisionsanteil, den Helpfreely.org nach einem abgeschlossenen Einkauf von den Partnershops an die NGOs weiterleitet, mit 92 Prozent vergleichsweise hoch ist. Die Organisationen bekommen also fast die volle Provision der Partnershops und unsere Organisation behält nur 8 Prozent ein.

 

Wer kann von Ihrem Service profitieren?

Deutsche und weltweite NGOs sowie Nutzer, die online einkaufen und ihre gemeinnützigen Organisationen, die ihnen am Herzen liegen, unterstützen möchten ohne dabei extra Geld auszugeben.

Die Größe und Kategorie der NGO spielen dabei keine Rolle – von kleinen Vereinen bis hin zu großen internationalen Organisationen aus verschiedenen Bereichen können durch unsere Plattform kostenlos Spenden sammeln.

 

Wie kann ich als NGO mitmachen?

Alles, was eine NGO für die Teilnahme benötigt, ist ein kostenloser Account auf Helpfreely.org. Die Registrierung erfolgt über diesen Link. Die Teilnahme ist nicht vertraglich gebunden und zu 100 Prozent kostenfrei.

 

App erinnert die Käufer an die Spenden-Möglichkeiten

 

Jaika Berghoff Foto: Helpfreely.org

Wie als Nutzer?

Einfach, indem man sich als User auf der Plattform registriert: Die Anmeldung ist kostenfrei und bei den Einkäufen über Helpfreely.org bezahlt der Nutzer den gleichen Preis wie bei einem Einkauf ohne die Plattform. Der User kauft also wie gewohnt ein und verwandelt seinen Einkauf gleichzeitig in eine gute Tat!

Wir empfehlen die Installation der Helpfreely AppTM, wodurch der Nutzer immer ans Spendensammeln erinnert wird.

 

Kurbelt ein solches Angebot nicht aber den Konsum weiter an und schädigt damit eher die Umwelt als sie zu schützen?

Der Konsum wird dadurch gewissermaßen angekurbelt, aber für einen guten Zweck: um Charities zu unterstützen. Außerdem können dadurch wiederum Spenden für NGOs gesammelt werden, die sich für den Umweltschutz einsetzen.

 

Wie rasch wächst Ihre Community?

Unsere Community befindet sich gerade in exponentiellem Wachstum: Die Plattform ist seit September 2015 online und zählt bereits fast 10.000 registrierte Nutzer und NGOs mit 126 verschiedenen Nationalitäten. Helpfreely.org ist jetzt schon auf 14 Märkten weltweit präsent, wodurch die Nutzer momentan in mehr als 5.000 Partnershops einkaufen und Spenden sammeln können (Stand 07.03.2016).

 

Jeder Nutzer spendet über das Portal pro Jahr rund 25 Euro an NGO

 

Foto: Helpfreely.org

Mit welchen Summen können teilnehmende NGO kalkulieren?

Teilnehmende NGOs können mit ca. 25 Euro pro Nutzer/pro Jahr rechnen. Wenn z.B. allein 100 Unterstützer einer NGO über die Plattform Spenden sammeln, kann diese pro Jahr etwa 2.500 Euro dadurch generieren – und das ohne Kosten. Die Plattform verfügt über ein enormes Potenzial für NGOs und kann für sie eine konstante Einnahmequelle darstellen.

 

Ist die Aktion für die teilnehmenden Händler mehr als „Greenwashing“?

Ja, für die Partnershops ist die Kooperation mehr als nur ein gutes Image. Sie geben ihren Kunden hiermit die Möglichkeit und Entscheidungsfreiheit, durch ihren Einkauf die Charities zu unterstützen, die ihnen viel bedeuten und trotzdem den gleichen Preis für ihren Einkauf zu bezahlen.

 

Wie verhindern Sie, dass Helpfreely missbraucht wird?

Die Nutzung der Plattform wird kontrolliert. NGOs werden z.B. dazu aufgefordert, bei ihrer Registrierung Bescheinigungen zu ihrem Spendenkonto und ihrer Eintragung ins Registergericht hochzuladen, damit die Gemeinnützigkeit der Organisationen sicher gestellt ist.

 

welche Ziele streben Sie mit Helpfreely (noch) an?

Unser Ziel ist es, die Nutzerzahl auf 1 Millionen User weltweit zu erhöhen. Um diesem Vorhaben einen Anschub zu geben, starten wir Ende des Monats eine internationale Crowdfunding Kampagne.


pit

 

 

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