10.02.2019

Hat Plastik auch seine guten Seiten?

Foto: Pixabay CC0

Wir berichten immer wieder über den Plastikmüll und seine Auswirkungen auf Umwelt, Tiere und unsere Gesundheit. Auch der Verpackungsmüll insgesamt ist inzwischen ein Dauerthema in der öffentlichen Diskussion. Ein Trend als Reaktion darauf sind die Unverpacktläden, die vorwiegend in den Städten entstehen, ein anderer sicherlich die vielen persönlichen Aktivitäten in Sachen Müllvermeidung. Können wir denn nicht ganz auf Verpackungen verzichten und wäre es nicht besser, kein Plastik mehr zu produzieren? Diese und andere Fragen hat "n-tv" dem Leiter des Verpackungsmuseums in Heidelberg Hans-Georg Böcher gestellt.

 

"Der Müll ist der Spiegel unseres Konsums"

 

Obwohl Verpackungen unbestritten für viele Umweltprobleme sorgen, ist Böcher der Ansicht:

 

"Die Verpackung ist nicht der Verursacher der Probleme, sie ist nur der Indikator. Schuld ist unsere Lebensführung, unser Konsum. Der Müll ist der Spiegel unseres Konsums. Wir können nicht unseren Konsum unverändert weiterführen und am Ende das, was davon übrigbleibt, verurteilen. Sie müssen immer bei Verpackungsvermeidung über Konsumvermeidung reden. Sie können nicht sagen: Wir lassen einfach die Verpackung weg, aber es isst jeder weiter seine Lieblingssorte Joghurt im kleinen Plastikbecher. Das funktioniert nicht."

 

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Böcher sieht jeden einzelnen Konsumenten in der Pflicht, seinen Konsum und den Umgang mit Verpackungsmaterial zu überprüfen, seinen Verbrauch einzuschränken und aufmerksamer mit Verpackungsmüll umzugehen. Er plädiert dafür, den Handel mit Müll und die Entsorgung in die dritte Welt zu unterbinden und sieht die Kunstoffindustrie eindeutig auf dem Weg in Richtung Öko.

 

Das komplette Interview gibt es auf n-tv.de...

 

Hans-Georg Böcher ist Leiter des Deutschen Verpackungs-Museums.

Das Deutsche Verpackungs-Museum in Heidelberg wurde im Jahr 1997 als erstes und einziges Museum seiner Art eröffnet und stellt die Kulturleistung der Verpackung in den Mittelpunkt. Es sieht die Verpackung als Kulturgut und archiviert und präsentiert Exponate aus der Geschichte und Vorgeschichte des industriellen Verpackens. Der Besuchern erhält einen Einblick in die Geschichte der verschiedenen Verpackungsarten, ganz gleich ob aus Glas, Holz, Karton, Kunststoffen etc.

 

Infos zum Museum unter www.verpackungsmuseum.de


hjo

 

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