Kalifornien verbannt Mikroplastik aus Kosmetik

Foto: 5Gyres/Oregon State University

Jerry Brown macht ernst. Der Gouverneur des US-Sonnenstaats Kalifornien belegt Nano-Plastikkügelchen in Kosmethík mit einem Bann. Sie dürfen nicht mehr in Seifen, Cremes und Haushaltsartikeln enthalten sein. Zu groß war die Flut der nicht mehr abbaubaren Kunststoff-Partikel geworden.

Schätzungsweise 800 Billionen dieser klitzekleinen Kunststoff-Bällchen spülen US-Amerikaner Tag für Tag in den Abguss. Von dort gurgeln sie durch die Rohe, landen in der Kläranlage, die sie meist problemlos durchschwimmen, da die Reinigungsanlagen selten auf die Filterung der Nanopartikel ausgelegt sind – und schwupp finden sie Wissenschaftler überall verteilt in der Natur wieder. Dort fressen Vögel, Reptilien und Säugetiere die Plastikteile – und verenden oft erbärmlich.

Das Mikroplastik ist mittlerweile weltweit verteilt, lagert in Böden und verdreckt die Ozeane.

 

Verbraucherschützer hoffen auf Nachahmer-Effekt des Plastikverbots

 

Jetzt feiert das Umwelt-Portal Treehugger den Sieg über die Nanokügelchen: Der Regierungschef in Kalifornien unterschrieb das Gesetz, das die Kügelchen verbietet. Selbst Kunststoffe, von denen die Hersteller behaupten, sie seien abbaubar, sind nun verboten. Zu viel solcher Kleinstpartikel gibt es inzwischen auf der Erde.

Nun müssen die Hersteller umdenken. Unternehmen wie The Body Shop, Johnson & Johnsonoder Unilever müssen – zumindest für den dortigen Markt – andere Inhalte entwickeln. Verbraucherschützer hoffen derweil, dass Jerry Browns Beispiel Nachahmer findet und die Produkte auch in weiteren Ländern vom Markt verschwinden.


pit

 

 

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