Kleinste Teilchen in Kosmetika endlich „sichtbar“

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Endlich: „Seit heute müssen Nanomaterialien in Kosmetika auf der Verpackung gekennzeichnet sein.“ Die Verbraucherinitiative betont, dass damit die Nutzer der Produkte erfahren, welche Winzlinge etwa in Sonnencreme oder Peeling-Seife stecken. Die unsichtbaren Partikelchen nämlich verschönern nicht nur die Haut. Sie gelangen auch übers Abflussrohr in Gewässer und töten dort Fische, Amphibien oder Vögel.

 

Wissenschaftler warnen schon länger vor den Nanopartikeln. „Die prominentesten Vertreter haben gerade jetzt Hochsaison“, klärt die Verbraucherinitiative auf: „nano-Titandioxid und nano-Zinkoxid sorgen in Sonnenschutzprodukten für unsichtbaren Schutz.“ Nanopartikel stecken aber in noch vielmehr Produkten: als UV-Filter in Sonnenschutzprodukten, als „Super-Schwarz“ in Wimperntusche, in Zahncremes steckt nanoskaliges Hydroxylapatit, das in Verbindung mit Zinkcarbonat kleine Risse und poröse Stellen in den Zähnen verschließen soll. Deodorants sollen Nanopartikel transparenter wirken lassen.

 

Nano-Teilchen: Neue Verordnung zwingt Hersteller zu mehr Transparenz

 

In Forschungsinstituten, Gewerkschaften, der Industrie, den Kirchen sowie Umwelt- und Verbraucherorganisationen diskutieren Experten seit Jahren, wie die Gefahr durch diese Inhaltsstoffe in Kosmetika gebannt werden kann. „Leider“, kommentiert das Verbraucherportal des baden-württembergischen Verbraucherministeriums, „sind längst nicht alle, mit dieser Technologie verbundenen Risiken vollständig überprüft.“

 

Deshalb loben vorsichtige Fachleute – selbst aus der Industrie – die neue Regelung der Kosmetik-Verordnung: „Alle Stoffe, die absichtlich hergestellt wurden, unlöslich oder biologisch beständig und in Länge, Höhe oder Breite zwischen einem und 100 Nanometer groß sind“ müssen auf der Produktpackung aufgelistet sein. Die Experten aus dem Verbraucherministerium im „Ländle“ hoffen: „Gut möglich, dass diese Kennzeichnungspflicht künftig Nanomaterialien in Kosmetika sichtbar machen wird, die bislang noch nicht im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung standen.“


pit

 

 

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