Memo: Auszeichnung für Transparenz

Thomas Korbun (IÖW), Lothar Hartmann (memo AG), Udo Westermann (Future) Foto: Gordon Welters/IÖW)

Der Nachhaltigkeitsbericht 2017/18 der memo AG belegt im Ranking der Nachhaltigkeitsberichte 2018 des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und der Unternehmensinitiative Future den dritten Platz in der Kategorie Mittelstand.

Ausgezeichnet wurden die drei Großunternehmen Rewe, BMW und Telekom sowie - neben der memo AG - die mittelständischen Unternehmen Vaude und Lebensbaum im Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Berlin für die beste Transparenz zum Thema Nachhaltigkeit.

 

memo AG überzeugt durch Mitarbeiterverantwortung

 

Im Ranking der Nachhaltigkeitsberichte haben das IÖW und Future über einhundert Berichte deutscher Unternehmen ausgewertet.

Rolf Schmachtenberg, Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium, gratulierte den Preisträgern: „Die prämierten Unternehmen gehen in Sachen Nachhaltigkeit voran. Durch ein transparentes Berichtswesen über ihre ökologische und soziale Verantwortung ermöglichen sie es ihren Kunden und Geschäftspartnern ihre Leistungen klar einzuordnen und ge-gebenenfalls auch Verbesserungen einzufordern.“

Udo Westermann von der Unternehmensvereinigung Future über den memo Nachhaltigkeitsbericht: „Die memo AG beschreibt in ihrem Bericht, wie sie mit ihren wesentlichen Herausforderungen umgeht wie etwa der Klimawirkung ihrer Logistik. Der Versandhändler macht transparent, welche Ansprüche er an seine Sortimentsgestaltung anlegt und wie er soziale und ökologische Standards in der Lieferkette berücksichtigt. Auch überzeugt er in der Berichterstattung darüber, wie er Verantwortung für seine Mitarbeiter übernimmt und hat etwa die Mitarbeiterzufriedenheit als wesentlichen Leistungsindikator definiert.“

 

Erfahrungen aus langjähriger Bewertung

 

Seit 25 Jahren bewerten IÖW und Future Berichte von Unternehmen zu ihrer Unternehmensverantwortung und stellen Kriterien für gutes Reporting auf.

Dabei wurde auch der memo Nachhaltigkeitsbericht bereits zweimal ausgezeichnet – 2012 mit dem zweiten und 2009 mit dem ersten Platz.

Zusätzlich zu ihrem Ranking haben IÖW und Future dieses Mal die erste umfassende Auswertung von 439 Unternehmenserklärungen zur sogenannten CSR-Berichtspflicht vorgelegt. Fazit: Die Unternehmen kommen den Informationspflichten nach – viele bislang aber erst im Sinne von Mindestanforderungen. Hinsichtlich Tiefe und Konsistenz der Informationen, die Unternehmen preisgeben, gibt es große Unterschiede.

Unternehmensexperte Christian Lautermann vom IÖW: „Die be-richtspflichtigen Unternehmen beschreiben zwar Konzepte, wie sie mit den für sie wesentlichen Belangen umgehen. Angaben zu konkreten Zielen und Ergebnissen sowie damit verbundene aussagekräftige Leistungsindikatoren und Kennzahlen kommen jedoch zu kurz oder entsprechende Zusammenhänge werden nicht deutlich gemacht.“ Udo Westermann fügt hinzu: „Hier sind diejenigen Unternehmen klar im Vorteil, die teilweise schon seit vielen Jahren freiwillig Nachhaltigkeitsberichte veröffentlichen. Und auch bei manchen Mittelständlern, die sich seit Langem aus freien Stücken in Transparenz üben, können sich die Großen einiges abschauen.“

 

Claudia Silber

 

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