Nachhaltigkeit im Depot zahlt sich aus

Märchenhafte anlage: Goldesel Foto: Wikimedia CC/Mefo

Anfang der 1990er Jahre, wurden die ersten „Ökofonds“ aufgelegt.. Eingefleischte Börsianern belächelten damals sowohl die Initiatoren als auch die Anleger, die sich auf grüne Investments verlegten. Der heute nicht mehr existierende „Good Money Index“ der New Yorker Börse zeigte aber bereits im Jahr 2004, dass er den Dow Jones in der Wertentwicklung weit hinter sich gelassen hatte.

Nachfolger des „Good Money Index“ ist heute der Natur-Aktien-Index (NAI). Er berücksichtigt die Wertentwicklung von 30 internationalen Aktiengesellschaften, die strenge Kriterien in Bezug auf Nachhaltigkeit erfüllen müssen. Und wie ein Blick auf die Vergangenheit zeigt, muss sich dieser Index im Vergleich mit seinen Mitbewerbern, dem DAX, dem EuroStoxx 50 oder dem Dow Jones in keiner Weise verstecken. Nachhaltig investiertes Geld bringt den Anlegern teilweise sogar höhere Renditen als klassische Investments.

Obwohl sich der DAX, Stand Februar 2015, seit einiger Zeit in einem Höhenflug befindet, verläuft die Kurve des NAI fast analog. Im Index finden sich Unternehmen wie die deutsche Solarworld oder der japanische Fahrradhersteller Shimano.

 

Fonds entspannter als Einzeltitel

 

Generell eignen sich Fonds für Einsteiger im Börsengeschäft besser, um sich mit der Thematik vertraut zu machen, als einzelne Aktien. Dies gilt gleichermaßen auch für nachhaltige Investments. Börsenneulinge mögen zwar durchaus Potenziale in bestimmten Papieren sehen, das Beispiel Solarworld hat jedoch gezeigt, dass es auch längerer Durchhaltephasen bedarf, wie in dieser News zu Solarworld zu lesen ist.

Fonds werden von erfahrenen Managern geleitet, deren Aufgabe es ist, sich an den strengen Auflagen der jeweiligen Fondsvorschriften zu orientieren und gleichzeitig natürlich die bestmögliche Rendite für ihre Anleger zu erwirtschaften. Bei nachhaltigen Fonds ist aber nicht nur von Aktienfonds die Rede, es gibt vielmehr auch zahlreiche Rentenfonds am Markt, die ebenfalls als nachhaltig eingestuft werden. Zum einen bündeln diese Unternehmensanleihen, zum anderen auch Staatsanleihen, wenn die jeweiligen Staaten ebenfalls nachweislich ökologisch und ethisch unbedenklich agieren.

 

Indexfonds günstiger als gemanagte Fonds

 

Indexfonds werden bei vielen Anlegern immer beliebter. Grund ist, dass sie über die Börse gehandelt werden und somit das Agio entfällt. Darüber hinaus ist die Management-Gebühr niedriger, da es sich um passive Fonds handelt, welche den jeweiligen Index nachbilden. Der Fondsmanager muss also nur aktiv werden, wenn es im Index selbst zu einer Veränderung kommt. Was bei klassischen Fonds schon seit Langem am Markt etabliert ist, fehlt im nachhaltigen Sektor noch. Der NAI kann an der Börse Stuttgart unter der Wertpapierkennnummer A1A4ZU erworben werden. Die Wertentwicklung der letzten Jahre spricht auch aus Rendite orientierten Gründen auf jeden Fall dafür.

Antal Zsolt

 

 

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