20.09.2019

Nutri-Score soll kommen

Foto: Pixabay CC/PublicDomain/Cocoparisienne

Neue Kennzeichnung für Lebensmittel: Nicht nur in Deutschland wird häufig falsch gegessen. Das hat sichtbare und unsichtbare Auswirkungen: dicke Kinder, fette Erwachsene, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und steigende Gesundheitsausgaben.

Über Maßnahmen wie eine verständliche Lebensmittelkennzeichnung wird allerdings seit Jahren gestritten.

 

Viele Interessen, viele Meinungen

 

Ob Politik, Lebensmittelverbände, Unternehmen oder Nichtregierungsorganisationen – viele unterschiedliche Interessen heißt viele verschiedene Meinungen. Mit der Entscheidung des Bundesernährungsministeriums vom 29. September 2019 für den in Frankreich praxiserprobten fünfstufigen Nutri-Score könnte diese blockierende, über zehn Jahre dauernde Diskussion zu Ende sein.

Doch ein Pressetermin und salbungsvolle Worte von Bundesministerin Julia Klöckner sind noch keine tragfähige Kennzeichnung. Dazu braucht es eine von der EU-Kommission gebilligte und von Bundesrat bestätigte Verordnung, die die Ministerin „zeitnah“ vorstellen will. Ziel ist es, den Nutri-Score im Laufe des kommenden Jahres in Deutschland auf freiwilliger Basis einzuführen. „Verbraucherpolitisch ist eine europaweit einheitliche, verbindliche Lösung sinnvoll. Deutschland sollte die EU-Ratspräsidentschaft ab Juli 2020 auch dafür nutzen“, sagt dazu Georg Abel, Geschäftsführer der VERBRAUCHER INITIATIVE. GA

 

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