"Plastiktüten? Nein, danke!" – sagen auch Politiker

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„Plastik kommt uns nicht in die Tüte“: auch vielen deutschen Politikern ist die Plastiktüte ein Dorn im Auge. Sie schadet der Umwelt und verschwendet wertvolle Ressourcen.

 

Die Kampagne „Plastik kommt uns nicht in die Tüte“ der Deutschen Umwelthilfe (DUH) ist auf Erfolgskurs: jetzt findet sie eine breite Unterstützung auf politischer Ebene.

Umweltexperten und Politiker sind sich einig: "Plastiktüten? Nein, danke! Die verheerenden Folgen der weltweiten Kunststoffproduktion können wir nicht länger hinnehmen. Als Müll verschmutzen die Tüten Umwelt und Meere und gefährden tausende Meerestiere. Die Einführung einer Abgabe auf Einweg-Plastiktüten würde den Verbrauch drastisch reduzieren. Mit den Einnahmen wollen wir Alternativen fördern, damit die Plastiktüte überflüssig wird“, so Cem Özdemir, Bundesvorsitzender von den Grünen.

 

Die Kampagne führt Verbrauchern und Verbraucherinnen vor Augen, wie schädlich Plastiktüten für Natur und Klima sind. Mehrweg-Tragetaschen und Jute-Beutel sollen die neuen Trendsetter werden. Hoffentlich klappt’s, die Natur würde sicherlich dankbar sein, denn jährlich muss sie gegen die Flut von einer Billion Plastiktüten ankämpfen. Allein die Deutschen verbrauchen jährlich 5,3 Milliarden Einweg-Taschen und sind mit Italien, Spanien und England absolute Spitzenreiter. Zudem werden in der EU neun von zehn Tüten nicht recycelt, sondern landen auf Mülldeponien.

 

10.000 Tüten pro Minute gehen in Deutschland über die Theke

 

Foto: DUH

10. 000 Einweg-Tüten pro Minute gehen in deutschen Modehäusern, Drogerien und Metzgereien über die Theke. Genau dort möchte die DUH beginnen, den irrsinnigen Plastikverbrauch einzudämmen. Denn Thomas Fischer, DUH-Projekt-Manager kritisiert nicht zu Unrecht: „So lange weite Teile des Einzelhandels Plastiktüten kostenlos herausgeben, untergraben sie die Bemühungen, Verbraucherinnen und Verbraucher zur umweltfreundlichen Wahl einer Tragetasche zu bewegen.“

 

Doch den Einzelhandel wird man hiervon nicht leicht überzeugen können, schließlich dienen die Tüten als günstiges Werbeinstrument. Da müssen schon politische Regelungen her.

Die DUH fordert eine Erhebung von 22 Cent auf jede Plastiktüte. So erhofft sie sich den Verbrauch schnell und effektiv einzudämmen.

Da man der schwarz-gelben Regierung in Berlin so ein Verbot wenig zutraut, wendet man sich gleich an die Länderparlamente und dort findet die DUH auch breite Unterstützung.

Man ist sich einig: „Einweg ist Irrweg“, wie Stefan Evers es kurz und knackig von der Berliner CDU formuliert.

Peter Hauk von der CDU aus Baden-Württemberg hofft sogar auf Unterstützung von europäischer Ebene :"Die Initiative der Europäischen Kommission im vergangenen Jahr zur Prüfung eines europaweiten Verbotes von Plastiktüten begrüße ich ausdrücklich. Privat nutze ich, wann immer möglich, wiederverwertbare Mehrwegtragetaschen. Denn es gilt zu bedenken, dass eine Plastiktüte, die nur etwa 12 Minuten genutzt wird, um die 500 Jahre braucht, bis sie abgebaut ist."

 

Der Kampf gegen den Plastikmüll ist in eine neue erfolgversprechende Runde getreten.

 

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