Ressourcen sparen durch Shareconomy-Prinzip

Einkaufsmuster überwinden Foto: NeoAvantgarde

Ob Internetportale, Printanzeigen oder Flohmärkte: Heutzutage bieten sich viele Möglichkeiten, ungeliebte oder entbehrliche Gegenstände der Öffentlichkeit anzubieten. Von Lebensmittel, über Kleider bis hin zu Fähigkeiten wird getauscht, verschenkt oder verkauft, was das Zeug hält. Und das sogar zu einem guten Zweck! Schließlich spart das Wiederverwenden von all diesen Dingen Ressourcen ein und schont somit die Umwelt.

Mittlerweile lässt sich alles tauschen und teilen. Ganz nach dem Shareconomy-Prinzip kann jeder Mensch Sachen, die er nicht mehr benötigt, anderen zur Verfügung stellen. Da sich Plattformen wie eBay schnell ausgebreitet haben, allerdings nur den reinen Verkauf unterstützen, folgten kurz darauf Kleinanzeigen oder aber auch andere Portale, die das Verschenken oder Tauschen vereinfachen sollten. Mittlerweile haben sich richtige Communitys gebildet, die sich beispielweise mit dem Verschenken von Lebensmitteln beschäftigen. Jährlich landen Tonnen von Nahrung im Müll. Allein 61 Prozent haben sich allein die Privathaushalte zuzuschreiben. Der Rest wird von Restaurants oder anderen Lokalen beigesteuert.

 

Apps helfen zuviel gekaufte Lebensmittel an Abnehmer zu geben

 

E-Book Teilen & Tauschen Cover: Neoavantgarde

Das liegt zum einen an den immer weiter sinkenden Lebensmittelpreisen, der einen gewissen Kaufrausch verursacht, zum anderen an falscher Einschätzung des Mindesthaltbarkeitsdatums. Hier helfen Essenspläne, die bereits vor dem Einkauf kalkulieren, wie viele Zutaten benötigt werden. Falls dann doch etwas übrig bleibt, gibt es noch das sogenannte Reste-Kochen. Wer seine Lebensmittel auf dafür geeigneten Plattformen per Rechner einträgt, erhält in Kürze eine tolle Rezeptidee zum Weiterverwerten. Einige Apps unterstützen Supermärkte, Restaurants oder Bäckereien und bieten nicht benötigte Lebensmittel der Öffentlichkeit an, und das zu einem schmalen Preis!

Handwerklich Unbegabte haben ebenfalls die Möglichkeit, sich über das Internet Hilfe zu verschaffen. Dort werden nicht nur Geräte, sondern auch Fähigkeiten ausgeliehen. Wer also nicht weiß, wie er den neuen Fußboden verlegen soll, kann auf Plattformen nach Unterstützung suchen. Das stärkt nicht nur das soziale, wenn nicht sogar nachbarschaftliche Gefühl – auch Kosten lassen sich hierbei einsparen. Denn Hobbybastler verlangen längst nicht so viel Geld wie Fachkräfte.

Beinahe 212 Kilogramm Müll werden im Jahr in Deutschland pro Person produziert. Müllvermeidung spielt beim Tauschen und Teilen eine zentrale Rolle. Kleider, die getauscht, verkauft oder verschenkt werden, führen zur Ressourceneinsparung. Schließlich muss der Artikel nicht neu hergestellt werden. Ein ganz einfaches Prinzip, das auf so viele weitere Ebenen des alltäglichen Lebens angewendet werden kann. Wieso also verschwenden Privathaushalte so viele Dinge? Das Freebook von Sabrina Aust schafft nun Abhilfe und zeigt auf, wie Jeder nachhaltig leben kann und welche Möglichkeiten er dabei hat. Mehr dazu findet man daher unter „Teilen & Tauschen - Nachhaltigkeit im Trend“.

 

Charleen Tesch

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