Schwimmende Rotoren erzeugen günstigen Strom

Grafik: Statoil

Windstrom von schwimmenden Rotoren: Der Test vor Norwegens Küste läuft seit 2009 erfolgreich. Dort produziert Hywind mit einer im tiefen Meer treibenden Turbine Windpower. Jetzt soll nordöstlich von Schottland ein 30 Megawatt-Windpark (MW) in der offenen Nordsee entstehen.

Bislang ankern Offshore-Windparks zwar weit vor der Küste – jedoch in relativ seichtem Wasser und auf festen im Betonsockeln . Die Vision der norwegischen Ingenieure vom Statoil-Konzern geht darüber weit hinaus. Sie wollen ihre Windräder im bis über 100 Meter tiefen Ozean schwimmen lassen und den dort erzeugten Ökostrom per Kabel an Land leiten.

 

2050 könnten schwimmende Windparks konkurrenzfähigen Strom liefern

 

Jetzt unterschrieb Hywind einen Vertrag zum Bau des Windpark "Buchan Deep" östlich von Aberdeen (Schottland) und etwa 30 Kilometer weit in der Nordsee. Fünf Rotoren mit je sechs MW Leistung sollen zeigen, dass Windräder keinen festen Boden unter den Türmen brauchen. Noch ist die Anlage gering dimensioniert. Der britische Carbon Trust jedoch rechnet damit, dass solche im Wasser treibenden Windmühlen bis 2050 allein vor Großbritannien eine Leistung von bis zu 16 Gigawatt erzeugen können.

Dann sollen auch die Betriebskosten auf nur noch 100 Pfund (rund 140 Euro) pro Megawattstunde sinken. Damit ließe sich der Strompreis senken. Er könnte mit den heutigen Erzeugerkosten von rund 200 Euro leicht konkurrieren.


pit

 

 

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