„So einen Mix gibt es nicht häufig in Deutschland“

Foto: Werkhaus

Alles unter einem Hut. Das ist das Credo von WERKHAUS. Die Mitarbeiter des Unternehmens organisieren am Unternehmensstandort in der Lüneburger Heide die Entwicklung, die Herstellung und Vermarktung.

Dabei haben die Verantwortlichen des Unternehmens stets auch Aspekte der Ökologie und ihre soziale Verantwortung im Auge – auf diese Anforderungen an wahrhaft nachhaltige Produkte achten sie ebenso selbstverständlich wie auf Schönheit und Kreativität des Design. "So einen Mix hat man meines Wissens nicht mehr so häufig in Deutschland oder überhaupt auf der Welt", sagt Geschäftsführerin Eva Danneberg. Das ist den Gründern Holger und Eva Danneberg wichtig: WERKHAUS steht für sie und inzwischen auch für die Kunden für originelles Design und oft verblüffende Materialien.

 

Neue Möbellinie abseits des Mainstreams

 

Das trifft auch auf die neue Möbellinie des Unternehmens zu. Es sind Möbel für ein entspanntes Leben, drinnen und draußen. "Abseits vom Mainstream der Massenwaren", klassifiziert WERKHAUS die Produkte selbst und will damit zeigen, "dass zeitgemäßes Wohnen anders geht: mit gezielter Materialauswahl, fundierten Designkonzepten und konsequenter Nachhaltigkeit". Im Gespräch mit globalmagazin nennt Eva Danneberg ihre Beweggründe für die Auswahl von Materialien und äußert sich zum Stellenwert von Nachhaltigkeit bei der Herstellung ihrer Produkte. Denn dem eigenen Anspruch will das Unternehmen auch mit diesen außergewöhnlichen Möbeln treu bleiben: "ökologische Materialien und nachhaltige Produkte. Deshalb sind unsere Polstermöbel nicht geklebt, verschweißt oder genagelt." Für Polstermöbel ist das unkonventionell - und das entspricht der Linie des Hauses.

 

 

Eva und Holger Danneberg Foto. Werkhaus/Dan Hannen

WERKHAUS steht für Design und außergewöhnliche Materialien. Was hat für Sie den höheren Stellenwert?

Eva Danneberg: Natürlich muss als erstes das Material stimmen. Es muss umweltverträglich sein und Ressourcen-schonend. Passen diese Voraussetzungen, überlegen wir uns schöne Produkte daraus zu fertigen.

 

Gibt es dabei auch „unlösbare“ Aufgaben, die Sie zum Umdenken zwingen oder zur Anpassung ihrer Ideen an die Möglichkeiten, die Material und/oder Verarbeitung dafür bieten?

Unlösbar sind solche Herausforderungen vielleicht nicht unbedingt, aber es gibt tatsächlich oft Anfragen und Aufgabenstellungen, die uns zum Umdenken und zur Suche nach neuen Wegen zwingen. Das gilt etwa gerade für unsere neuen Outdoor-Materialien.

 

Warum ist das so?

Weil wir dabei sowohl an die Wetterbeständigkeit und gleichzeitig an dieUmweltverträglichkeit des Materials denken müssen.

 

Was macht diese Aufgabe so schwierig?

Hier müssen wir tatsächlich oft einen Spagat vollziehen. Wirklich langlebige Materialien sind entweder unerschwinglich oder aus No-go-Materialien wie PVC.

 

"Nachhaltigkeit hat bei unseren Produkten immer den Hut auf"

 

Wie groß ist dann also der Einfluss Ihrer „Rohstoffe“ auf das Design Ihrer Produkte?

Natürlich geraten wir mit bestimmten ausgewählten Materialien eher an die Grenzen des Machbaren. Gerade das aber macht die Sache immer wieder zur besonderen Herausforderung für uns: Alles was mit den ökologisch unbedenklichen Materialien schwer hinzubekommen ist, wird häufig durch unser praktisches Stecksystem doch wieder mit Leichtigkeit zusammengefügt.

 

Foto: Werkhaus

Hat diese Materialwahl, auf die Sie so viel Wert legen, Einfluss auf den Gebrauchswert Ihrer Produkte?

Die Materialien, die wir einsetzen, sind durchwegs recht langlebig und das ist auch gut so, denn wir wollen natürlich dem Wegwerf-Trend und der Kurzlebigkeit unserer Zeit entgegentreten.

 

Machen Sie auch Zugeständnisse an die Produkte und was bewerten Sie am Ende höher: Nachhaltigkeit, Aussehen, Praxistauglichkeit oder aber den Preis den die Kunden zahlen müssen?

Wenn ein Produkt am Ende nicht praxistauglich ist, dann hat es auch keine Chance auf dem Markt. Alles in allem versuchen wir daher zu einer vernünftigen Balance zwischen all diesen drei Aspekte zu gelangen - und die Nachhaltigkeit hat besonders bei den neuen Möbeln den Hut auf.

 

Wie wirkt sich der Kundeneinfluss auf Ihre Produkte aus?

Es kommt nicht selten vor, dass sich Kunden bei uns mit Produktanregungen oder Änderungswünschen melden. Wir können natürlich nicht auf jeden Wunsch eingehen,

aber bei vermehrter Anfrage werden diese Dinge gerne aufgegriffen und im Rahmen unserer Möglichkeiten umgesetzt.

 

Interview: Jürgen Sulzbacher

WERKHAUS Deign + Produktions GmbH

Industriestraße 11 + 13

29389 Bodenteich

 

Ansprechpartner:

Eva Danneberg

eva.dannebergwerkhaus.de

www.werkhaus.de