So schön kann E-Schrott schmücken

Screenshot: Bayou with Love

Schmuck aus Schrott: Die US-Schauspielerin und Drehbuchautorin Nicole „Nikki“ Houston Reed zeigt als Designerin ihrer eigenen Firma Bayou with Love gemeinsam mit dem Computerhersteller Dell wie E-Schrott als Ring und Anhänger glänzt. Ihre goldene Schmuckserie präsentiert Nikki Reed zurzeit auf der kalifornischen Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas.

 

Nikki Reed Foto: Wikimedia CC 2.0/Gage Skidmore

Die CES-Besucher finden auf der weltweit größten Show der Unterhaltungselektronik nicht nur angesagte PC-Spiele oder begeistern sich dort für die neuesten Kreationen von KI-Robotern. Die US-Schauspielerin (Dreizehn, Twilight) liefert dort auch den Beweis, dass in den nicht mehr genutzten Smartphones, Tabletts oder auch Haushaltselektronikgeräten wertvollste Teile schlummern, die für die Müllhalde oder die Verbrennung viel zu schade sind. Aus Gold, Silber oder Platin kreiert der Filmstar schmucke Accessoires für ihre Kundinnen: Ohr- und Piercing-Ringe, Kettchen oder Anhänger. Sie schmücken Finger, Ohren oder Nasenflügel und Lippen ihrer Trägerinnen.

 

50 Millionen Euro an Gold und Silber landen jährlich im Müll

 

Die Rohstoffe für die Bayou with Love-Schmuckserie stammt aus der E-Waste-Sammelaktion des US-Computerriesen Dell. Das Unternehmen recycelt die wertvollen Bauteile der Elektronikgeräte eit mehreren Jahren. Hauptgrund laut Dell: Der ökologische Fußabdruck von recyceltem Edelmetall aus den Geräten ist um 99 Prozent kleiner als bei Verwendung von frisch geschürften Rohstoffen.

Aus Recycling-Gold produziert Reed immerhin 14- oder 18-Karat-Schmuck. Von der Idee der Marktingexperten bei Dell war sie schnell begeistert (siehe Video). Das Argument, dass in einer Tonne E-Schrott 800 Mal mehr Gold lagert als in einer Tonne Bergwerksabraum, war bestechend. Diese Rohstoffe wollte nutzen.

Aktuell, so berichtet 3 BL Media werden nur 12,5 Prozent des E-Schrotts aus den Geräten wiederverwertet. Gold und Silber im Wert von rund 60 Millionen US-Dollar (50 Mio €) verschwinden damit jährlich im Müll! Dabei ließe sich daraus wirklich Schöneres gestalten.


pit

 

 

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