Spenden gegen die Blei-Vergiftung in Afrika

Blei-Recycling in Afrika Foto: Öko-Institut

Hilfe für Afrikas Umweltschützer: Das Öko-Institut organisiert eine Spenden-Kampagne, deren Ziel es ist, den Menschen, die unter der Belastung durch unsachgemäße Blei-Recyclingsanlagen für ausgediente Autobatterien leiden, zu helfen. Zusammen mit Wissenschaftlern und Aktiven vor Ort klären die Freiburger die Menschen über die Gesundheitsgefahren durch die Bleihütten auf.

In vielen Ländern Afrikas recyceln Arbeiter oft unter freiem Himmel ausgediente Autobatterien ohne Schutzmaßnahmen. „Die Arbeiter und die umliegende Wohnbevölkerung sind dabei oft unverantwortlich hohen Bleibelastungen ausgesetzt, die schwere gesundheitliche Schäden hervorrufen und teilweise bis zum Tod führen können“, wissen die Wissenschaftler des Öko-Instituts. Deshalb sammeln sie Spendengelder. Zusammen mit Umweltgruppen und Wissenschaftlern aus mehreren afrikanischen Ländern wollen sie das Thema gezielt publizieren, „um diese untragbare Situation zu verbessern“.

 

Gefahrenquelle Blei-Recycling in Afrika beseitigen

 

„Es gibt eine starke Umweltzivilgesellschaft in Afrika, doch die Aktivistinnen und Aktivisten haben es meist schwer, sich im Spannungsfeld zwischen Armut und einer rasanten wirtschaftlichen Entwicklung zu behaupten“, erklärt Andreas Manhart. Er leitet das Spendenprojekt 2014 und fügt hinzu: „In diesem Projekt wollen wir eng mit afrikanischen Kollegen zusammenarbeiten. Die langjährigen Erfahrungen der Partner vor Ort und die technische Expertise im Öko-Institut gehen dabei Hand in Hand“. Das Öko-Institut kann bei dem Vorhaben auf Erfahrungen und Kontakte aus früheren Recyclingprojekten in Ghana, Nigeria und Äthiopien zurückgreifen. „Die bereits bestehenden Kontakte sind uns äußerst hilfreich, denn die direkte Kooperation mit Umweltgruppen in ausgewählten Ländern ist ein Kernstück bei der Umsetzung des Spendenprojektes“, so Manhart.

 

Francis Norman: Schirmherr der Blei-Aktion des Öko-Instituts

 

 

Recycling-"Fabrik" in Afrika Foto: Öko-Institut

Ziel des Projekts ist es, dem Thema vor Ort und international zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen und Lösungen anzustoßen. Dafür sollen Spendengelder direkt an Umweltaktivisten vor Ort weitergegeben werden, um ihnen nötige Recherchen, Analysen und Öffentlichkeitsarbeit zu ermöglichen.

Darüber hinaus stellen die Expertinnen und Experten des Öko-Instituts Informationen und Rat in englischer und französischer Sprache zusammen. Sie informieren über Risiken und Folgen des unsachgemäßen Umgangs mit Blei, zeigen Lösungsansätze zum umweltgerechten Recyceln von Bleibatterien und zum Gesundheitsschutz und klären über internationale rechtliche Regelungen auf.

Mit dem akfrikanischen Musiker Francis Norman gewannen die Wissenschaftler einen Schirmherrn für ihr Projekt. „Als Kulturschaffender in Deutschland mit einer besonderen Verbundenheit zu meiner zweiten Heimat in Westafrika liegt mir das Thema dieses Projektes sehr am Herzen – deshalb unterstütze ich es mit meiner Schirmherrschaft“, sagt Norman, „die Umweltbewegung in Afrika braucht aber auch Ihre Unterstützung in Form einer Spende.“


red

 

 

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Spenden für das Blei-Projekt in Afrika

Sie können das Spenden-Projekt des Öko-Instituts unterstzützen:

 

Kennwort „Spendenprojekt 2014“

Konto:

GLS Bank

BLZ 430 609 67

Konto-Nr. 792 200 990 0

IBAN: DE50 4306 0967 7922 0099 00

BIC: GENODEM1GLS

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