Startkapital über Internetportale für Start-ups

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Immer mehr Geld aus Crowd-Investing: In Deutschland finanzieren sich stetig mehr Start-up-Unternehmen mit Emission von Vermögensanlagen über sogenannte Crowdinvesting-Portale im Internet. „Der Vorteil für die jungen Unternehmen: Sie können bis zu 100.000 Euro einsammeln - ohne einer spezifischen Regulierung durch den Kapitalmarkt zu unterliegen“, schreiben die Münchener Wissenschaftler Lars Klöhn und Lars Hornuf. Sie plädieren nun aber für die Einfuhr von Regeln.

Auch Kleinanleger könnten sich beim Crowd-Investing mit relativ geringen Beträgen von manchmal nicht mehr als vier Euro beteiligen. Der Jurist Klöhn und der Ökonom Hornuf nahmen daher den neu entstandenen Markt unter die Lupe: „Wir diskutieren dabei auch denkbare Regulierungsansätze für Deutschland“, so Hornuf. „Dabei werden unter anderem der gesellschaftliche Nutzen und die sozialen Kosten des Crowdinvestings beleuchtet.“

 

Erstmals Daten über Crowdinvesting in Deutschland erhoben

 

Sie erhoben für ihre Studie erstmals Daten zu den Unternehmen, den Investoren und den Crowdinvesting-Portalen in Deutschland. Dabei zeigte sich, dass bis Mitte des Jahres fünf deutsche Portale ihre Kapitalvermittlungstätigkeit aufgenommen und insgesamt rund zwei Millionen Euro an 22 Start-up-Unternehmen vermittelt haben. „Die Tendenz ist steigend“, berichtet Hornuf. „Schon in den nächsten Monaten sollen weitere Portale eröffnet werden.“

Das Problem: Crowdinvesting ist in Deutschland derzeit nicht spezifisch geregelt. „Das bedeutet unter anderem, dass die Betreiber der Portale nicht den Verhaltenspflichten des Wertpapierhandelsgesetzes nachkommen müssen und auch keine Tätigkeitserlaubnis nach dem Kreditwesengesetz benötigen“, urteilen die Wissenschaftler. Sie plädieren daher „für eine deutsche oder europäische Gesetzgebung zur spezifischen Regulierung des Crowdinvesting, möglicherweise in Anlehnung an den US-amerikanischen JOBS Act“.

 

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