Steuersenkung macht Reparieren lukrativ

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Vorteil fürs Reparieren: Mit einer Steuersenkung will die schwedische Regierung die immer noch weiter steigende Materialflut eindämmen. Sozialdemokraten und Grüne im Parlament planen mit einer Reduzierung der Mehrwertsteuer den weiteren Gebrauch bereits benutzter Gegenstände zu verlängern. Das spart Energie und Deponieraum.

Nur noch 12 statt wie heute üblich 25 Prozent sollen die Schweden künftig Mehrwertsteuer berappen müssen, wenn sie alte Kleider oder Schuhe flicken und Hausgeräte wie Waschmaschinen oder Fahrräder lieber wieder reparieren (lassen) statt sich einfach neue als Ersatz zu kaufen.

 

Reparieren: Aufwertung des Handwerks spart Material und Müll

 

Alternativ, so planen es die schwedischen Politiker, die ihr Vorhaben laut einem Bericht die britischen Guardian, bereits im Reichstag zur Beratung eingebracht haben, sollten die Bürger des Nordlands die Hälfte der Handwerkerrechnungen für Reparaturen von Gebrauchsgütern wie Küchengeräte künftig von der Einkommenssteuer absetzen können.

Der Verbraucherminister Per Bolund von den Grünen begründet die Kampagne: „Wir glauben, es ist nachhaltiger und zudem wirtschaftlich sinnvoller, die Kosten fürs Reparieren zu reduzieren.“ Bolund setzt zugleich darauf, dass die Förderung von Reparaturen nicht nur den steten Neukauf von Waren eindämmt. Er glaubt, dadurch einen neuen Dienstleistungssektor zu etablieren – Reparieren soll den Nimbus des Schmuddelgewerbes verlieren und wieder als wahre Kunst anerkannt werden.

Zugleich gehen die Befürworter der Gesetzesinitiative, die am 1. Januar 2017 inkraft tritt, davon aus, dass verstärktes Reparieren statt Konsumieren die Kohlendioxid-Emissionen des Landes erheblich beschränken werde.


pit

 

 

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