15.01.2019

Süßwasserproduktion als Umweltproblem

Screenshot: UNU

Frischwasserproduktion verschmutzt die Meere: Immer mehr Entsalzungsanlagen produzieren dringend benötigtes Süßwasser für immer mehr Menschen in Regionen, die unter Wassermangel leiden. Das Ergebnis erschreckt: Die bei der Entsalzung anfallende Lake fließt oft ungeklärt in die Umwelt – und vergiftet Meere oder Landschaften.

Über die Hälfte dieser Anlagen stehen in nur vier Ländern des Nahen Ostens. Bislang gilt eine Wasserentsalzungsanlage meist als Seegen für die Menschen, denen Zugang zu sauberem Trinkwasserfehlt. Jetzt haben niederländische, kanadische und koreanische Wissenschaftler im Auftrag des Institute for Water Environment and Health der UN-University erstmals weltweit Daten solcher Anlagen gesammelt und ausgewertet – mit erschreckendem Ergebnis. Täglich fallen auf dem Planeten inzwischen 142 Millionen Kubikmeter hochhkonzentrierte Salzlake als Abwasser dieser Anlagen an – pro Liter Frischwasser produziert eine Entsalzungsanlage nämlich jeweils 1,5 Liter mit hochkonzentriertemm Salz angereicherte Lake.

 

Lake lieber sinnvoll nutzen als durch Verklappen damit schaden anzurichten

 

Diese Lake enthält nicht nur so viel Salz, dass damit pro Jahr ganz Florida unter einer 30 Zentimeter dicken dicken, weißen Schicht bedeckt werden könnte!

 

 

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In der Salzlake lagern zudem eine Menge chemischer Substanzen, die bei der Entsalzung als Verunreinigung zurückbleiben. Nach Aussagen der Wissenschaftler gehören dazu Kufer oder Chlor.

Meist pumpen die betreiber der Anlagen einfach zurücvk ins Meer, 80 Prozent aller Entsalzungsfabriken nämlich stehen in unmittelbarer Küstennähe. Das vereinfacht die Abwasserentsorgung – ohne Rücksicht auf den Umweltschaden.

Edward Jones von der niederländischen Universität in Wageningen: „Das verringert den Sauerstoffgehalt im Wasser und bedroht damit viele der im Meer lebenden Organismen.“

Die wissenschaftler zeigenn auch Alternativen auf. So könne die Lake etwa zur Bewässerunng salzresistenter Kuklturen verwendet oder die in ihr konzentrietren Stoffe etwa zur Energieerzeugung genutzt werden – denn als bloßers Abwasser, das weggeschüttet werde, sei sie zu schade.


pit

 

 

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