Tierschutz auf Bio-Bauernhöfen noch besser

Glückliche Kühe in Bayern Foto: Wikimedia CC 3.0/Guido Radig

Damit es Tiere künftig besser haben wollen die Biobauern-Verbände Bioland, Demeter und Naturland ein „gemeinsames Kontrollverfahren für Tierwohl“ aufbauen, berichtet jetzt der Branchendienst topagrar online.

Biobauern nehmen für sich in Anspruch, ihre Tiere ohnehin gut zu versorgen. Sie pochen seit Jahren auf den Unterschied zu konventionellen Tiertransporten, Tiermast und Massenhaltung mit Hormongaben oder Medikamentenschutz vor Krankheiten. Rund 10.000 Mitgliedsbetriebe in den Verbänden wollen nun auch die letzten möglichen Schwachstellen abstellen, schreibt der Infodienst.

 

Ökobauern arbeiten zusammen: Transparenz soll Tierwohl stärken

 

Eine eigens gebildete Arbeitsgemeinschaft habe bereits erste Regeln festgezurrt. „Das gemeinsame Kontrollverfahren gilt ab sofort“, zitiert topagrar die Arbeitsgruppe: „Die überverbandliche Tierwohl-Checkliste werde künftig bei der jährlichen Öko-Kontrolle mit abgeprüft.“

Mit der konzertierten Aktion wollen die Verbände „die hohe Glaubwürdigkeit des ökologischen Landbaus mit seiner artgerechten Tierhaltung“ sicherstellen, betonen die verbände. Jan Plagge, Chef des Bioland-Verbands zitiert topagrar so: „Strenge Richtlinien sind eine wichtige Grundlage der Bioland-Tierhaltung.“ Die gemeinsame Checkliste der drei Öko-Verbände stärke die Sensibilität der Bauern, Berater und Kontrolleure. „Das Tierwohl müssen alle Biobetriebe in Deutschland immer im Fokus haben“, sagte Plagge dem Branchendienst.

Demeter-Vorstand Alexander Gerber setzt vor allem auf Transparenz: „Dadurch schützen wir die große Mehrheit unserer Höfe, die auch beim Tierwohl Spitzenbetriebe sind. Zugleich bieten wir den wenigen Landwirten, die Schwierigkeiten im Management haben, die notwendigen raschen Hilfestellungen.“ Hans Hohenester von Naturland ergänzt: „Die Kraft dieser Maßnahme zur Qualitätssicherung liegt in der Gemeinsamkeit, mit der sich die drei großen Öko-Verbände hier des wichtigen Themas Tierwohl annehmen.“


pit

 

 

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