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Strichcode-Check: BUND und UBA haben ein neues Tool zur Giftstoffermittlung entwickelt. Basis des Angebotes ist die Europäischen Chemikalienverordnung REACH. Sie verpflichtet alle Hersteller zur Angabe von „besonders besorgniserregenden Stoffen“. Mit Hilfe des Tools können Verbraucher in Zukunft auf diese Informationen zugreifen. Sei es ein Schokoriegel oder die neue Taschenlampe, um eine Anfrage loszuschicken braucht es nicht mehr, als die Nummer unter dem Strichcode des betreffenden Produktes. Die Zahlenkombi wird in das vorgefertigte Formular eingetragen und von BUND und UBA an den entsprechenden Hersteller weitergeleitet. Dieser ist dann verpflichtet innerhalb von 45 Tagen eine Antwort zu schicken.

 

Mit „besonders besorgniserregend“ werden Stoffe bezeichnet, die im Verdacht stehen krebserregend zu sein. Auch Stoffe die sich im Körper anlagern oder das hormonelle Gleichgewicht beeinträchtigen fallen unter diese Klassifizierung. „Es gibt Schätzungen nach denen bis zu 2500 Stoffe die Kriterien erfüllen um als besonders besorgniserregend zu gelten. Tatsächlich klassifiziert sind bisher nur 73.“ erklärt Jurek Vengels vom BUND im Green Radio Interview. Das nur so eine geringe Zahl von Stoffen deklarierungspflichtig ist liegt zum einen an der momentanen Startphase der Verordnung. Zum anderen durchläuft REACH mehrere Schritte. Momentan sind nur Stoffe die in relativ hohen Konzentrationen verwendet werden meldungspflichtig. Diese Grenze wird schrittweise gesenkt werden.

 

Wenn man eine Antwort vom Hersteller bekommen hat, kann man sich auf der Seite des BUND genauer über die angegeben Giftstoffe informieren. Eines ist aber von vorneherein klar: Wenn ein Produkt einen Stoff der Klassifizierung „besonders besorgniserregend“ enthält, sollte von einer weiteren Benutzung lieber absehen werden. Der BUND erhofft sich von den Anfragen auch einen Druck auf die Hersteller, in Zukunft ohne die Verwendung von Schadstoffen zu produzieren.

 

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