US-Ölgeschäft fordert seit 1986 über 500 Tote

Foto: Jane Fulton alt

Der Preis ist hoch. Das Ölgeschäft fordert weit mehr Leben als bislang bekannt: Richard Stover vom US-Center for Biological Diversity zählte aktuell die Öl-Unfälle in den USA. Die Zahl überrascht: Zwischen 1986 and 2014 verzeichnet die offizielle Statistik 8.000 ernstzunehmende Unfälle allein auf dem Gebiet der Vereinigten Staaten – mit großem Sachschaden, vielen Verletzten und über 500 Toten!

Abseits der spektakulären Pipeline-Brüche wie jüngst im Golf vor Kalifornien oder Explosionen auf Bohrplattformen wie 2001 auf der Deep Water Horizont im Golf von Mexiko erschrecken die Zahlen, die Stover jetzt recherchierte: Die Pipeline Safty Administration registrierte über 8.000 größere Unfälle.

 

Öl-Havarien: Geplatzte Pipelines und explodierte Bohrinseln – 2.300 Verletzte

 

Das sind keine Bagatelle-Schäden. Die Liste verzeichnet nur Vorgänge mit Verletzten, Toten und Schäden über 50.000 US-Dollar. Dabei mussten mindestens 5 Barrel (fast 800 Liter) hoch flüchtige Substanzen freigesetzt worden sein oder es kam zu Explosionen.

Immerhin zählt die Statistik zwischen 1986 und heute 2.300 verletzte Arbeiter auf den US-Ölfeldern oder entlang der Pipelines. Die meisten Zwischenfälle gab es mit 1.657 offiziellen Unfällen im Ölstaat Texas, Kalifornien zählte 621 Unfälle.

Interessant ist die Verknüpfung der Unfallzahlen mit dem Alter der Anlagen. Sind sie über 20 Jahre alt, steigt die Zahl der Unfälle signifikant. Auch die jüngst in Kalifornien geplatzte Leitung zählt dazu. Sie war 28 Jahre alt und ihre Rohre stark verrostet: Sie maßen lediglich noch ein Sechzehntel Inch!

 

Verluste unter Tieren und Pflanzen durch Öl-Unfälle nicht messbar

 

Noch dramatischer sind die Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt. Diese Zahlen sind jedoch kaum wirklich in ihrer Dimension zu erfassen, beklagt Richard Stover. Viele im Ölschlick verendete Fische, Vögel oder Meeressäuger versinken danach einfach auf den Grund des Ozeans. Sie tauchen in den Horror-Statistiken gar nicht erst auf.


pit

 

 

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