USA: Im brennenden Müll lagert radioaktiver Abfall

Screenshot: Véronique LaCapra/St. Louis Public Radio

Menschen in Panik: Nahe St. Louis brennt eine Müllhalde in der auch radioaktiver Abfall lagert. Die Behörden aber beschwichtigen: Kein Grund zu Sorge.

Ungeheuerlich: Eltern erfahren in einem Brief aus der Schule ihrer Kinder, dass alles im Griff sei: Notfalls würden die Schüler evakuiert. In Bürgerversammlungen erfahren die Einwohner von Bridgeton, dass das unterirdische „Feuer“ noch „über 300 Meter“ von den fast 9.000 Tonnen strahlenden Abfalls entfernt sei und auch derzeit auch von ihm weg bewege. Allerdings auch: dass es keine Trennwand zwischen der Müllkippe und dem Strahlenmüll gibt!

 

Schwelfeuer bedroht Giftfässer aus den 1970er Jahren

 

Unter der Kippe schwelt seit 2010 ein „Feuer“. Ohne Rauch und ohne offene Flamme. Es handelt sich dabei laut US-Presseberichten um chemische Reaktionen, die im Müllberg ablaufen. Angst haben die Menschen in der Umgebung der Vorort-Gemeinden von St. Louis dennoch. Sie wissen, dass die Informationspolitik dürftig ist und unter de dort abgelagerten Dreck in den frühen 1970er-Jahren eben auch radioaktiver Müll deponiert worden war.

Laut einem Rundfunk-Beitrag des Senders npr gab Mark Hague bei einer Bürgerversammlung als Entwarnung die Losung aus: Es könne höchstens ein wenig Radon aus der Kippe entweichen.

In einem Bericht hatte Hagues Arbeitgeber, die US-Umweltbehörde EPA jedoch bestätigt, aus dem Müllberge könnte neben Radon auch radioaktiver Staub freigesetzt und in die nahe gelegenen Wohngebiete getragen werden.


pit

 

 

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