Vegane Schuhe: Ziel ist Cradle-to-Cradle-Kreislauf

Firmengründer Sarah Pollinger und Paul Stüssel Foto: Freivon-Schuhe

Sarah Pollinger und Paul Stüssel suchen Alternativen. Die beiden Berliner Jungunternehmer nehmen es daher gleich mit einer ganzen Branche auf: Sie setzen auf Schuhe, die nicht aus Leder sein dürfen. Schön sollen sie sein und bequem - aber „Freivon-Schuhe“ sind total vegan!

 

„Schwung“ wollen die beiden in die Schuhindustrie bringen - „Schwung in Richtung Nachhaltigkeit“. Das schreiben sie es auf ihrer Webseite. Damit begleiteten sie die Crowdfunding-Kampagne. Die startet jetzt.

 

Nicht zu Ende ist jedoch die Vision, Schuhe nicht nur aus Materialien herzustellen, für die Tiere nicht sterben müssen. „Freivon-Schuhe“ wollen noch mehr sein: Sie wollen belegen, dass Schuhrecycling funktioniert, wenn sie nur aus Material bestehen, aus dem Produzenten wieder neue Schuhe herstellen.

 

global° sprach mit Sarah Pollinger über diese Idee:

 

Vegane Lebensweise bestimmt ihr Leben. Was haben Sie heute gefrühstückt?

Heute morgen habe ich Porridge mit Bananen gefrühstückt...

 

...und was, bitte, ist ein „veganer“ Schuh?

Ein veganer Schuh beinhaltet keine tierischen Materialien. Weder Leder noch Kleber mit tierischen Bestandteilen.

 

Alternative zum Lederschuh ist voll recycelbar

 

Warum brauchen wir solche Schuhe?

Weil Massentierhaltung ökologisch und ethisch nicht vertretbar ist.

 

Wir können also nicht einfach Lederschuhe anziehen?

Aus dem gerade genannten Grund: Nein. Deshalb ist es so wichtig, eine echte Lederschuh-Alternative zu schaffen. Vor allem was Aussehen und Bequemlichkeit angeht.

 

 

Die alternative: veganer Schuh von "Freivon" Foto: Freivon

Aber ist dabei Kunststoff tatsächlich eine Alternative?

Ja, ist es. Kunstleder kann durch die heutigen technologischen Möglichkeiten viel nachhaltiger produziert werden, als noch vor einigen Jahren. Unser Ziel ist mittelfristig einen Schuh nach dem Cradle-to-Cradle Prinzip, das heißt: ein Schuh der immer wieder in den Materialkreislauf gegeben wird und immer wieder rezykliert werden kann.

 

Mit Ihrer Idee wollen Sie eine ganze Branche wachrütteln - ist dieser Anspruch realistisch?

Jede große Veränderung beginnt mit einem ersten Schritt. Wir sind davon überzeugt, dass Konsumenten mehr Transparenz und mehr Nachhaltigkeit in der Schuhbranche wollen. Und Konsumenten haben die Macht die Industrie zu ändern.

Der Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit ist in der Textilbranche bereits stark ausgeprägt. Es ist nur eine logische Folge, dass es nun bei den Schuhen weitergeht.


pit

 

 

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