Verantwortung üben und übernehmen

Verantwortung – das Wort ist ein Schlüsselbegriff in der „Ludwigsburger Erklärung“. Den Text vereinbarten Unternehmenslenker und NGOs. Er soll den Umgang miteinander regeln und Nachhaltigkeit in der Wirtschaft verankern. Beim Deutschen CSR-Forum stehen diese Fragen auch heuer wieder im Zentrum.

„Unternehmenschefs erkannten das spezifische Fragerecht von NGOs und Verbraucherschützern an“, erläutert der Erfinder und Organisator des CSR-Forums (20./21. April in Ludwigsburg) die Kernpunkte der Erklärung. Wolfgang Scheunemann weiter: „Die NGO wiederum versprachen, nicht gleich im ersten Atemzug die Skandalisierungsglocke zu ziehen.“

 

Debatte statt Skandal: NGO und Unternehmer reden miteinander

 

In einem Interview mit der deutschen Huffington Post vor dem inzwischen schon 11. Treffen von über 800 Nachhaltigkeits-Verantwortlichen aus Unternehmen mit Verbandvertretern des Umwelt- oder Verbraucherschutzes äußert sich Scheunemann zu den Zielen der Veranstaltung. Es wird zwischen Unternehmen und der Zivilgesellschaft - wenn nötig auch hart - über Verhaltensregeln von Unternehmen, die Akzeptanz der Bürger und das Verhältnis zwischen Staat und Wirtschaft gerungen. Ausdrücklich geht es darum, dass sich die Beteiligten ernsthaft mit den Anforderungen von CSR und nachhaltiger Unternehmensführung auseinandersetzen.“

Die Crux dabei: „Leider missverstehen einige Unternehmen CSR als Mittel zum Greenwashing. Es wird allerdings immer deutlicher, dass solche Verhaltensweisen dazu führen, dass sich kompetente, engagierte Mitarbeiter und potentielle Mitarbeiter von solchen Unternehmen abwenden, womit sich auch ihre Zukunftsfähigkeit verschlechtert“, so Wolfgang Scheunemann im Gespräch. Das zu vermeiden ist eines der Ziele des CSR-Forums.

 

global° ist Medienpartner des Deutschen CSR-Forums

 

Interessant für Besucher ist die – neben den nur für Teilnehmer zugänglichen Diskussionen – die „Expo“: Dort präsentieren sich über 50 Ausstellern aus Wirtschaft und Organisationen der Zivilgesellschaft. Die Teilnahme an den dortigen Veranstaltungen ist kostenlos. Und wer Fragen an die Experten in den closed shops stellen will, kann dies online auch tun.

globalmagagazin ist offizieller Medienpartner der Veranstaltung.


red

 

 

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