Verunsicherung bei Anlagen: Quo vadis Hellas?

Akropolis über Athen Foto: Wikimedia CC/GNU 1.0/LennieZ

Quo vadis Hellas? Der Beginn des Jahres 2015 war in ganz Europa von einer Frage geprägt: Welchen Weg wird Griechenland einschlagen? Eine Antwort: In der Summe sind nachhaltige Investments heute aber stressfreier als die klassischen Titel wie griechische Staatsanleihen.

Fragen, die sich viele Anleger stellen: Wie konsequent werden die Wahlsieger, die merkwürdige Allianz aus Linken und Nationalkonservativen, ihre Wahlversprechen umsetzen? Man könnte glauben, Mario Draghi und seine Kollegen aus dem Zentralbankrat hätten mit der europäischen Wirtschaftskrise nicht schon genug zu tun, die Regierungen der EU sind mit dem Thema Ukraine eigentlich ausgelastet. Nun werden diese beiden Herausforderungen noch durch die griechischen Vorstellungen eines Schuldenschnitts ergänzt.

Die Frage ist tatsächlich: Quo vadis Hellas? Die Verantwortlichen auf dem Peloponnes drängen zwar auf der einen Seite auf einen Verbleib im Euro, auf der anderen Seite kommen sie aber in den Augen der Steuerzahler im übrigen Europa ihren Verpflichtungen nicht nach. Viele Bürger in Europa sehen es als primäre Aufgabe der griechischen Regierung an, zunächst den griechischen Volkssport der Steuerhinterziehung zu bekämpfen und die griechischen Reichen, die es immer noch gibt, in die Pflicht zu nehmen, anstelle europäische Steuerzahler für die Misswirtschaft der vergangenen Jahre aufkommen zu lassen.

 

Für Anleger eine Stresssituation

Die Unwägbarkeit des Ausgangs dieser Situation führt auch in Deutschland zu massiver Unsicherheit bei den Anlegern. Immerhin hätte eine Verschärfung der Krise auch für Deutschland Folgen. Hilfreich ist es in der aktuellen Situation, sich an den Informationen der Analysten zu orientieren, wie in einem Marktausblick auf einem Fachportal.

Ein solcher Ausblick berücksichtigt nicht nur die regionalen Zusammenhänge, sondern bietet einen globalen Überblick. Zu groß sind im Moment die unterschiedlichsten politischen Einflüsse, welche in einer globalisierten Gesellschaft über die Grenzen hinweg Auswirkungen mit sich bringen.

Es gibt allerdings ein Anlagesegment, welches sich in der Vergangenheit recht erfolgreich von den anderen Bereichen abgrenzen und seinen eigenen Weg gehen konnte. Die Rede ist von Investments im nachhaltigen Sektor. Nicht völlig losgelöst, aber doch von anderen Faktoren geprägt als herkömmliche Anlagen, bieten Aktien oder Anleihen von Unternehmen, die ökologisch, sozial verantwortlich und nachhaltig agieren, eine recht hohe Stabilität.

Ein Blick auf die Wertentwicklung des Hauptindex dafür, den Natur Aktien-Index (NAI), zeigt, dass die Wertentwicklung dieses Index kontinuierlich vorangeht. Nachhaltige Unternehmen sind inzwischen weit davon entfernt, in erster Linie als „Investment für das Gewissen“ zu gelten. Diese Zeiten sind schon lange vorbei. Gleich ob Anleger in einzelne Aktien, in Fonds oder in den Index investieren, in der Breite können sich die Performances sehen lassen.

Natürlich gibt es, wie bei herkömmlichen Anlagen auch, immer wieder einmal negative Erlebnisse, dafür handelt es sich um Unternehmen, die im Wettbewerb stehen. In der Summe sind nachhaltige Investments heute aber stressfreier als die klassischen Titel wie griechische Staatsanleihen.

Autor: Antal Zsolt

 

 

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