15.05.2019

Auswirkungen des Klimawandels auf den Regenwald

Screenshot: Video "The Amazon FACE project"

Der Regenwald speichert große Mengen des klimaschädlichen Treibhausgases CO2. Doch leider werden nach vorsichtiger Schätzung jährlich 60.000 Quadratkilometer tropische Regenwald vernichtet. Das gilt auch für das Einzugsgebiet des Amazonas. Welche Auswirkungen das auf die Kohlenstoffsenke, wie das Regenwaldgebiet auch genannt wird, hat, ist ungewiss. Gemeinsam mit der Technischen Universität München (TUM) arbeitet ein internationales Forscherteam daran, diese Frage zu beantworten.

 

Neuere Beobachtungsstudien belegen, dass sich die Dynamik des Amazonas-Regenwalds ändert, sodass der Wald möglicherweise keine Kohlenstoffsenke mehr ist, sondern vielmehr eine Kohlenstoffquelle für die Atmosphäre. Die komplexen Wechselwirkungen zwischen den Auswirkungen des Klimawandels, des erhöhten CO2-Ausstoßes und der Entwaldung bedrohen die Zukunft des Waldes. Der Verlust wäre eine Veränderung mit enormen Folgen, die nicht nur das südamerikanische Klima, die Wasserverfügbarkeit und die nachhaltige Entwicklung der Amazonasregion, sondern auch die vom Wald erbrachten globalen Klima- und Ökosystemleistungen betreffen.

 

Das Freilandprojekt FACE (Free Air CO2 Enrichment) soll mindestens 10 Jahr lang Daten im Amazonas-Regenwald, rund 70 Kilometer nördlich von Manaus, liefern, um die offenen Fragen zu beantworten: Was passiert, wenn sich mehr und mehr Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre ansammelt? Wie viel CO2 kann dieser Wald speichern und gibt es ein Limit? Hierfür soll ein Teil des 25.000 Hektar großen Versuchsgeländes künstlich mit Kohlenstoffdioxid (CO2) angereichert und die entstehenden Konsequenzen analysiert werden.

 

In Zusammenarbeit mit der bereits existierenden Forschungsstation des brasilianischen Amazonasforschungs-Institut INPA sollen mehrere Ringe aus je zehn filigranen stählernen Türmen entstehen, die mit Düsen versehen den Regenwald vom Boden bis hinauf in die Baumspitzen mit CO2 besprühen. Derzeit arbeitet man noch im Kleinformat und "düngt" kleinere Bäume des Regenwalds mit CO2. Dabei wird Mehrmals pro Woche zum Beispiel die Entwicklung der Blätter und das Wurzelwachstum überprüft. Mit dem Langzeit-Experiment will man neue Erkenntnisse für die Modellentwicklung gewinnen. Sie sollen dazu beitragen, für globale Klimaprojektionen verlässlichere Vorhersagen zu treffen zu können.

 

Informatione zum FACE-Projekt gibt es bei der Technischen Universität München und auf der Projektwebseite amazonface.inpa.gov.br


hjo

 

 

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