Demo für die Freiheit der Wissenschaft

Foto. Lukas Pfitzenmaier

Die Freiheit der Wissenschaft liegt den vielen Hundert Demonstranten am Herzen. Deshalb gingen sie weltweit auf die Straße. Sie wollten damit ein Zeichen setzen gegen die Versuche, fakten zu unterdrücken oder sie passend zu einer jeweiligen politischen Überzeugung umzudeuten.

In Köln (unser Foto), München, Stuttgart, Kassel, Frankfurt oder Neuruppin: In zahlreichen Städten fanden Kundgebungen und Protestmärsche statt.

 

Fakten sind "Grundvoraussetzung unserer Demokratie"

 

Die March for Science-Bewegung hatte 2017 als Reaktion auf die Amtsübernahme und ersten Personal- sowie Sach-Entscheidungen von US-Präsident Donald Trump in den USA begonnen. Sie wuchs inzwischen zu einem weltweiten Protest.

Denn: "Die Wissenschaft in Deutschland und Europa sieht sich einem zunehmenden Vertrauensschwund gegenüber", schrieben die Initiatoren des Marsches in Deutschland auf ihrer Webseite: "Demokratiefeindliche Kräfte versuchen, daraus politisches Kapital zu schlagen. Der Terminus „Alternative Fakten“ als das Unwort des Jahres 2017 kennzeichnet diese besorgniserregende Entwicklung."

So trafen sich nun etwa in Köln neben vielen Studierenden und Hochschulmitarbeitern, prominente Wissenschaftler, Journalisten und Bürger, um für eine saubere Wissenschaft zu werben und die Einflussnahme der Politik auf deren Ergebnisse zu debattieren. "Vertrauenskrise zu begegnen, muss der Wert wissenschaftlichen Denkens wieder stärker ins gesellschaftliche Bewusstsein rücken", betonen die Initiatoren. Die klare Unterscheidung zwischen evidenzbasiertem, nachprüfbarem Wissen und persönlicher Meinung sei eine "Grundvoraussetzung jeder politischen Debatte und damit unserer Demokratie".


pit

 

 

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